22. Februar, 2024

Märkte

Stabilität bei deutschen Staatsanleihen trotz leerem Wirtschaftskalender

Stabilität bei deutschen Staatsanleihen trotz leerem Wirtschaftskalender

Die Lage auf dem Markt für deutsche Staatsanleihen zeigt Anzeichen der Beruhigung nach jüngsten Einbußen. Die Benchmark für den Handel, der Euro-Bund-Future, blieb mit einem Stand von 133,39 Punkten unverändert stabil. Gleichzeitig verzeichneten die zehnjährigen Bundesanleihen eine Rendite von 2,38 Prozent, ein Spiegelbild für die Nachfrage und das Vertrauen der Anleger in die Stärke der deutschen Wirtschaft.

Die Analystin Birgit Henseler von der DZ Bank merkt an, dass der Freitag mit Blick auf neue wirtschaftliche Daten überschaubar bleibt, abgesehen von der erwarteten italienischen Industrieproduktion. Die Vorhersagen der Experten deuten darauf hin, dass zwar ein monatlicher Anstieg zu verbuchen sei, jedoch ein Rückgang im Jahresvergleich zu erwarten steht.

Für zusätzliche Impulse könnte im Tagesverlauf eine Ansprache des Bundesbankpräsidenten Joachim Nagel sorgen. Allerdings prognostiziert Henseler keine größeren Überraschungen in seinen Ausführungen. Nagel hatte sich zuvor skeptisch gegenüber raschen Zinssenkungen geäußert, mit der Begründung, dass die Inflationsrate noch zu hoch sei und die europäische Wirtschaft keinen signifikanten Rückgang verzeichne. Es wird erwartet, dass er bei dieser Linie bleibt und somit die Hoffnungen auf eine lockere Geldpolitik erneut abkühlt.

Die Märkte warten gespannt auf die weiteren Entwicklungen und schätzen jeden Hinweis, der die Richtung der europäischen Zentralbankpolitik deutlicher konturieren könnte. Die Verlautbarungen aus den Reihen der Bundesbank spielen dabei eine nicht zu unterschätzende Rolle.