22. Februar, 2024

Wirtschaft

Stabile Wasserverhältnisse bei Fosen Stralsund trotz norwegischer Turbulenzen

Stabile Wasserverhältnisse bei Fosen Stralsund trotz norwegischer Turbulenzen

Die Wasser bleiben ruhig bei der Fosen Stralsund GmbH, auch wenn die Wellen um die norwegische Muttergesellschaft, Fosen Yard AS, hochschlagen. Die Werft in Stralsund operiert als eigenständige Entität und spürt keine Auswirkungen der Insolvenz ihres norwegischen Pendants, so Carsten Stellamanns, Geschäftsführer des Unternehmens. Diese klare Trennung zwischen den Betrieben wurde auch von Insolvenzverwalter Ronald Eriksen Brevik bestätigt.

Ohne finanzielle Unterstützung aus Norwegen hat die Stralsunder Werft das vergangene Jahr solide gemeistert, wie Stellamanns betont. Die Transparenz ist dem Unternehmen wichtig: Mitarbeiter, Kunden sowie Zulieferer wurden umgehend über die anhaltend gesicherte Lage in Kenntnis gesetzt, um den gewohnten Geschäftsbetrieb fortzuführen.

Mit 50 Beschäftigten an Bord widmet sich Fosen Stralsund aktuell der Restaurierung renommierter Traditionssegler wie der "Gorch Fock 1" und der "Greif" und steht damit symbolisch für Stabilität und Tradition in der maritimen Wirtschaft. Der maritime Gewerbepark Stralsund, ein Kind der Übernahme der ehemaligen Werft durch die Stadt nach der Insolvenz der MV Werften Gruppe, profitiert von Fosen als einem seiner Hauptmieter.

Die Zulieferketten sind ebenfalls aktiv: Schiffssektionen für ein RoPax-Schiff wurden erfolgreich für eine finnische Werft bereitgestellt und haben zum Wiederaufleben der Stahlbau-Maschinen beigetragen. Der Blick richtet sich nun auf die Ankunft von Tonnen an Stahl für einen weiteren Großauftrag aus Schleswig-Holstein. Nicht nur Wartung und Zulieferung, sondern auch die Ambition, in die vollständige Schiffsproduktion zurückzukehren, zeichnen die Zukunft des Werftbetriebs.

Die Verwurzelung der Fosen Yard Werften in der deutschen Werftlandschaft reicht bis nach Niedersachsen; dort jedoch musste das Unternehmen im vergangenen Jahr einen Rückschlag hinnehmen, als die Werft in Emden Insolvenz anmeldete.