22. Februar, 2024

Märkte

Stabile Lage: Deutsche Staatsanleihen stabilisieren sich nach Verlusten

Stabile Lage: Deutsche Staatsanleihen stabilisieren sich nach Verlusten

Nach einem unruhigen Handel am vergangenen Freitag, der für deutsche Staatsanleihen mit deutlichen Verlusten endete, zeigte sich der Markt zu Beginn dieser Woche weitgehend unverändert. Der Schwerpunkt des Handels lief dabei über den Euro-Bund-Future, der nach einem leichten Rückgang um 0,13 Prozent bei 134,81 Zählern landete. Einhergehend legte die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen eine Pause bei 2,24 Prozent ein.

Hintergrund dieser Entwicklung sind die robusten Zahlen vom US-Arbeitsmarkt, die am Freitag den Märkten neuen Schwung verliehen hatten. Ein vitales Wachstum im Bereich der Beschäftigung sowie eine steigende Lohnentwicklung stärkten die Annahme, dass Zinssenkungen in den USA vorerst nicht an der Tagesordnung stehen. Der starke Arbeitsmarkt unterstreicht damit die Zinserwartungen und drückte zugleich auf die Kurse der Staatsanleihen.

Die geldpolitische Stimmung wurde zusätzlich durch Äußerungen von Jerome Powell, dem Vorsitzenden der US-Notenbank, bestätigt. Er hatte in einem Interview mit dem CBS-Fernsehsender eine zu schnelle Lockerung der Zinspolitik als Risiko eingestuft. Das Gespräch mit Powell, das die Zinslandschaft entscheidend mitprägte, wurde bereits vergangene Woche aufgezeichnet und am Sonntag in den USA ausgestrahlt. Der Notenbankchef betonte die anhaltende Aufgabe der Federal Reserve, gegen die hohe Inflation vorzugehen, und bestätigte damit seine bisherige Linie.