19. April, 2024

Märkte

Stabile Bundesanleihen trotzen dem Warten auf die Verbraucherpreise

Stabile Bundesanleihen trotzen dem Warten auf die Verbraucherpreise

In einem von Vorsicht geprägten Handelsumfeld präsentierten sich deutsche Bundesanleihen stabil und zeigten damit eine gewisse Resilienz. Die Signalmarke für den Handel, der Euro-Bund-Future, verzeichnete einen marginalen Anstieg um 0,04 Prozent auf 132,44 Zähler. Damit erholte sich das Börsenbarometer nur unwesentlich von den Vortagesverlusten. Unter den Augen der Investoren bewegte sich die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen auf einem Niveau von 2,38 Prozent.

Marktteilnehmer halten den Atem an, da bedeutende Wirtschaftszahlen aus der Eurozone erwartet werden. Ins Visier rücken dabei die Verbraucherpreisindizes für den vergangenen März, deren Veröffentlichung am heutigen Tag ansteht. Diese Inflationsrate ist ein ausschlaggebender Faktor für die geldpolitischen Entscheidungen der Europäischen Zentralbank und somit auch für die Zinslandschaft der Währungsgemeinschaft.

Einen vorausschauenden Blick auf die kommenden Daten werfen Analysten der Landesbank Hessen-Thüringen. Ihre Stichpunktnotiz lässt erkennen, dass der disinflationäre Trend in der Währungsunion bestehen bleibt, basierend auf bereits veröffentlichten vorläufigen Preisdaten aus Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien. Die Experten der Helaba sehen keine Anhaltspunkte für eine unerwartete Wendung hin zu einer höheren Inflation und interpretieren die Signale als positives Zeichen, das nicht gegen eine mögliche Zinssenkung der EZB im Juni steht.

Eine rückläufige Inflation in Deutschland unterstützt diese Einschätzung. Der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI), welcher nach europäischen Maßstäben erhoben wird, wies für den Monat März eine Jahressteigerung von 2,3 Prozent auf. Dies markiert eine Annäherung an das von der EZB gesetzte Inflationsziel von zwei Prozent, nachdem die Februarzahl noch etwas höher bei 2,7 Prozent gelegen hatte.