19. April, 2024

Wirtschaft

Stabile Arbeitslosenzahlen in der Eurozone trotzen Wirtschaftsprognosen

Stabile Arbeitslosenzahlen in der Eurozone trotzen Wirtschaftsprognosen

Die Eurozone zeigt im Februar eine bemerkenswerte Konstanz in den Arbeitslosenzahlen. Entgegen den Erwartungen von Volkswirten, die eine leichte Abnahme auf 6,4 Prozent prognostizierten, bleibt die Arbeitslosenquote in den 20 Mitgliedsstaaten bei 6,5 Prozent stabil, wie aktuelle Daten von Eurostat offenbaren. Die Initialeinschätzung für den Vormonat Januar, die eine Quote von 6,4 Prozent auswies, wurde dabei auf den aktuellen Wert nach oben korrigiert.

Die absolute Anzahl der Arbeitslosen wird für den Februar auf etwa 11,1 Millionen Personen beziffert, ein Zuwachs von circa 17.000 im Vergleich zum Januar. Im Jahresvergleich stellt dies jedoch eine Abnahme um 30.000 Arbeitslose dar, was auf einen langsamen, doch stetigen Rückgang hindeutet.

Die Binnenunterschiede in der Arbeitsmarktlage innerhalb der Eurozone bleiben indes prägnant. Spanien verzeichnet mit 11,5 Prozent die höchste Arbeitslosenquote, während Deutschland mit einer Quote von 3,2 Prozent vielversprechend zu den Ländern mit der geringsten Arbeitslosigkeit zählt.

Die Datenlage von Eurostat stützt sich auf die Richtwerte der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), weshalb die für Deutschland ausgewiesene Quote signifikant von den Zahlen, die von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht wurden, abweicht. Letztere hatte erst kürzlich für den Monat März eine Quote von 6,0 Prozent bekannt gegeben.

Die fortlaufende Stabilität der Arbeitsmarktzahlen bestätigt die Resilienz der europäischen Wirtschaft, obgleich diesbezüglich regionale Unterschiede berücksichtigt werden sollten.