17. Juli, 2024

Politik

Spannungen in der Taiwanstraße: Chinas Küstenwache setzt taiwanisches Fischerboot fest

Spannungen in der Taiwanstraße: Chinas Küstenwache setzt taiwanisches Fischerboot fest

Nach der Festsetzung eines taiwanischen Fischkutters mit mehreren Seeleuten durch die chinesische Küstenwache fordert Taiwan eine Erklärung und die Freilassung des Boots und seiner Besatzung. Die taiwanische Küstenwache verkündete, dass zwei der Fischer aus Taiwan und drei weitere aus Indonesien stammen. Das Boot wurde offenbar nahe der Insel Kinmen in der Taiwanstraße aufgehalten, ein Gebiet, das strategisch bedeutsam und Gegenstand territorialer Spannungen ist.

Die chinesische Küstenwache berief sich bei der Festsetzung auf Verstöße gegen Fangverbote und den Einsatz unrechtmäßiger Netze, welche die Fischgründe und Ökologie schädigen würden. Nach Berichten brachten die chinesischen Beamten den taiwanischen Kutter in einen Hafen der nahegelegenen chinesischen Provinz Fujian. Versuche der taiwanischen Küstenwache, den Fischern zur Hilfe zu eilen, wurden durch die chinesische Seite unterbunden.

Taiwan fordert nun entschieden die Freilassung des Fischkutters "Tachinman Nr. 88" und seiner Mannschaft. Peking wird aufgefordert, politische Manipulationen zu unterlassen, um die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen den beiden Ländern nicht weiter zu belasten. Chinas Herrschaft zählt Taiwan weiterhin offiziell zu seinem Hoheitsgebiet, was immer wieder politische Spannungen hervorruft.

Seit dem Amtsantritt von Lai Ching-te als Präsident Taiwans hat sich der Druck aus Peking merklich verstärkt. Besorgnis über einen möglichen militärischen Konflikt bleibt allgegenwärtig, insbesondere nachdem Pekings Führung eine Invasion in der Vergangenheit bereits angedroht hatte.