13. April, 2024

Politik

Spannungen im Nahen Osten: Iran droht Israel nach Luftangriff in Damaskus mit Vergeltung

Spannungen im Nahen Osten: Iran droht Israel nach Luftangriff in Damaskus mit Vergeltung

In einer unmissverständlichen Erklärung, die von den Säulen des Eshrat-TVs widerhallte, hat Irans Staatsoberhaupt Ebrahim Raisi auf einen jüngst verübten Luftangriff, bei dem ein Militärkomplex der iranischen Vertretung in Syrien ins Visier genommen wurde, reagiert. Mit scharfen Worten verurteilte Raisi die Aktion und schwor, Antworten würden nicht ausbleiben. Der iranische Präsident sprach von einem Zeugnis der israelischen Bereitschaft, Verbrechen zu begehen, und bestätigte die Entschlossenheit seines Landes, beide Vergeltung und Rache auszuüben.

Ajatollah Ali Chamenei, die geistliche und politische Führungspersönlichkeit des Iran, ließ bereits am Tag zuvor durchblicken, dass solche Aktionen nicht ungesühnt bleiben könnten. Diese Drohgebärden folgten auf einen dramatischen Zwischenfall, der die syrische Hauptstadt erschütterte: Ein Luftschlag zielte auf das Diplomatenareal der iranischen Präsenz in Damaskus, dabei verloren zwei Brigadegeneräle und fünf weiterführende Angehörige der iranischen Revolutionsgarde (IRGC) ihr Leben. Diese Eliteeinheit genießt innerhalb des iranischen Militärgefüges höchstes Ansehen. Darüber hinaus beklagte man den Tod von sechs syrischen Bürgern. Die iranische Außenpolitik erhob schwere Vorwürfe gegen Israel, welches den Vorfall nicht kommentierte.

Seit der Umwälzung von 1979 hat sich der Konflikt zwischen der Islamischen Republik und dem jüdischen Staat kontinuierlich zugespitzt. Die Narrative vom Erzfeind werden durch politische und militärische Allianzen, die besonders seit den 1990er Jahren gefestigt wurden, perpetuiert. Teheran strebt mithilfe verbündeter schiitischer Milizen nach einer „Achse des Widerstands“ – eine ambitiöse geostrategische Formation gegen Israel, die umso mehr in den Fokus rückt, wenn es zu solch blutigen Auseinandersetzungen kommt.