16. Juni, 2024

Politik

Spanien verstärkt Unterstützung für die Ukraine mit historischem Sicherheitspakt

Spanien verstärkt Unterstützung für die Ukraine mit historischem Sicherheitspakt

In einem beispiellosen Akt der Solidarität hat Spanien sich verpflichtet, die Ukraine mit einer umfangreichen Sicherheitsunterstützung zu stärken. Im Zuge des ersten Staatsbesuchs des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Spanien, wurde ein bilaterales Sicherheitsabkommen unterzeichnet, das spanische Militärhilfe in Höhe von mehr als einer Milliarde Euro vorsieht. Dieser Schritt markiert die bisher größte militärische Unterstützung, die Spanien einem Land gewährt hat, was auch in den spanischen Medien als historischer Betrag hervorgehoben wird.

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez betonte, dass die Kooperation nicht nur durch die Lieferung von Flugabwehrraketen, Leopard-Panzern und Munition geprägt sei, sondern das Abkommen sich auch auf finanzielle Mittel und die Zusammenarbeit der Militärindustrien erstrecke. Eine "umfassende Vision von Sicherheit" werde durch dieses Abkommen vertreten, wobei Sánchez Details zum Umfang der Militärhilfe bei einer Pressekonferenz vor Journalisten nicht preisgeben wollte.

Die Unterstützung kommt in einer Zeit, in der die Ukraine weiterhin mit dem russischen Angriffskrieg konfrontiert ist. Selenskyj begrüßte das Abkommen als "lebensrettende Hilfe" und verwies darauf, dass die gemeinsamen Waffenproduktionsprojekte die Verteidigungsfähigkeiten stärken und gleichzeitig neue Arbeitsplätze schaffen werden.

Die politische Führung in Madrid hat Forderungen nach einem Einsatz westlicher Waffen auf russischem Territorium klar verneint. Sánchez bekräftigte, dass weder der Wille noch die Absicht für solche Aktionen bestünden und ihm darüber keine Informationen vorliegen würden.

König Felipe VI. persönlich hieß Selenskyj nach seiner Ankunft in Madrid willkommen, gefolgt von einem Empfang durch Sánchez im Königspalast. Des Weiteren hatte Selenskyj Gelegenheit zu Gesprächen mit führenden politischen Persönlichkeiten Spaniens, darunter die Präsidentin des Unterhauses Francina Armengol und Senatspräsident Pedro Rollán.

Die Reise, die auch einen Besuch Portugals einschließt, ist Teil von Selenskyjs Bemühungen, die Beziehungen zu europäischen Staaten zu stärken und Unterstützung im Bereich Sicherheit und Verteidigung auszuweiten. In Portugal wird der ukrainische Präsident Treffen mit den Spitzen der Regierung, einschließlich Ministerpräsident Luís Montenegro und Präsident Marcelo Rebelo de Sousa, fortsetzen.