18. Juli, 2024

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Spanien bezwingt Frankreich und greift nach EM-Triumph

Spanien bezwingt Frankreich und greift nach EM-Triumph

Spanien, angetreten mit dem Jungtalent Lamine Yamal, hat sich nach einem spannenden Halbfinale gegen die französische Nationalmannschaft durchgesetzt und möchte nun den Europameisterschafts-Rekordtitel erringen. Unter der Leitung von Nationaltrainer Luis de la Fuente triumphierte das Team mit einem 2:1-Sieg gegen Frankreich, das mit Kylian Mbappé nach langer Zeit zum ersten Mal ohne Maske auflief.

Nach Siegen in den Jahren 1964, 2008 und 2012 strebt Spanien nun den vierten EM-Titel an. Im kommenden Finale in Berlin möchten sich die "Fußball-Artisten" um Yamal, der als jüngster Torschütze in der EM-Geschichte einen markanten Ausgleich erzielte, auch gegen England oder die Niederlande behaupten.

Die Partie startete furios, als Randal Kolo Muani Frankreich früh in Führung brachte. Doch Spanien reagierte prompt: Yamal traf fulminant zum Ausgleich, und Dani Olmo legte kurz darauf nach. Damit endete auch eine beeindruckende Serie der französischen Mannschaft, die seit 2014 nicht mehr in der regulären Spielzeit eines K.O.-Spiels verloren hatte.

Diese Halbfinalbegegnung war durchaus Finale-würdig, geprägt von hochklassigen Toren und einer enormen Intensität von Beginn an. Mbappé, kürzlich als Nasenbeinbruch-Genesener erstmals ohne Schutzmaske auflaufend, glänzte, konnte jedoch die solide spanische Verteidigung, geführt vom erfahrenen Jesus Navas, nicht überwinden.

Der FC-Chelsea-Spieler Marc Cucurella musste sich währenddessen auf der linken Seite den Unmut mancher Fans gefallen lassen. Diese nahmen ihm ein Handspiel im Viertelfinale gegen Deutschland übel. Trotz der Pfiffe setzte sich Cucurella durch, angetrieben von motivierten spanischen Anhängern.

Spanien glich schnell durch Yamal aus, dessen Traumtor vom Innenpfosten ins Netz ging und ihn zum jüngsten EM-Torschützen machte. Dani Olmo, ein weiterer Schlüsselspieler, zeigte Entschlossenheit sowohl mit seiner Vorstöße als auch mit seinem Tor, das entscheidenden zur Führung beitrug.

Französische Versuche, nach der Pause das Blatt zu wenden, scheiterten. Gefährliche Standardsituationen und Kopfballchancen von Aurélien Tchouaméni und Dayot Upamecano brachten den spanischen Torwart Unai Simon nie ernsthaft in Bedrängnis. Wechsel von Didier Deschamps, darunter Antoine Griezmann, blieben letztlich wirkungslos.

Spanien scheint sich in bestechender Form zu befinden und tritt nun zuversichtlich dem Finale entgegen, mit dem Ziel, erneut Europameister zu werden.