19. Mai, 2024

Technologie

Sony Spürt Gegenwind im Konsolenmarkt – Gewinnrückgang trotz Umsatzplus

Sony Spürt Gegenwind im Konsolenmarkt – Gewinnrückgang trotz Umsatzplus

Beim japanischen Technologiekonzern Sony macht sich eine Abschwächung im Konsolenbereich bemerkbar. Zwar verzeichnete das Unternehmen im letzten Geschäftsjahr einen erfreulichen Umsatzzuwachs von 19 Prozent, der die Einnahmen auf etwa 13 Billionen Yen (umgerechnet rund 77,3 Milliarden Euro) erhöhte, doch der operative Gewinn litt unter einem Rückgang um sieben Prozent auf 1,2 Billionen Yen. Diese Entwicklungen konnten die Markterwartungen nicht erfüllen.

Im letzten Geschäftsjahr blieb ein Nettogewinn von annähernd 786 Milliarden Yen, was einem kleinen Rückgang von circa drei Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dabei überraschte das Ergebnis positiv, da es über den Analystenprognosen lag.

Für das neue Geschäftsjahr, das bis Ende März 2025 läuft, hat Sony weniger optimistische Ziele ausgegeben, mit einem projizierten Umsatz von 12,3 Billionen Yen und einem operativen Gewinn von 1,28 Billionen Yen. Insbesondere die Gewinnerwartungen blieben hinter den Einschätzungen der Experten zurück.

Um den Aktienwert zu steigern, plant Sony den Rückkauf eigener Anteile von bis zu 250 Milliarden Yen, was 2,46 Prozent des aktuell handelbaren Aktienvolumens entspricht. Ferner ist ein Aktiensplit im Verhältnis von fünf zu eins vorgesehen, wodurch die Aktionäre pro gehaltene Aktie vier zusätzliche erhalten werden. Die Umsetzung des Splits ist für Anfang Oktober geplant.

Aktien von Sony gerieten zuletzt unter Verkaufsdruck. Grund dafür ist Sonys Engagement in einem Übernahmemanöver bezüglich des Wettbewerbers Paramount. Mit einem Offer von 26 Milliarden Dollar beteiligt sich Sony zusammen mit der Finanzfirma Apollo am Kauf. Investoren zeigen sich besorgt über die potenziellen Kosten einer Integration des Paramount-Portfolios in Sonys Entertainment-Bereich.

Ein weiteres strategisches Manöver ist die Abspaltung der Finanzsparte, die im Oktober 2025 erfolgen und einen Börsengang nach sich ziehen soll.

Stärkenden Rückenwind erhofft sich Sony durch das Musikverlagsgeschäft und die Produktion von Bildsensoren für Smartphones. Der schwache Yen spielt dabei eine vorteilhafte Rolle für die Exportmärkte. Insbesondere im Musiksegment wird durch Streamingdienste wie Spotify, die zuletzt einen Anstieg von Abonnentenzahlen verzeichneten, ein steigendes Publikumsinteresse für Künstler wie Lil Nas X und Michael Jackson erwartet, was sich positiv auf Sonys Einnahmen auswirken dürfte. Des Weiteren zeigen die wieder wachsenden Smartphone-Märkte und insbesondere das gestiegene Konsumenteninteresse in China sowie die Investitionen von Mobiltelefonherstellern in neue Technologien eine positive Dynamik.