24. Juli, 2024

Politik

Sommerliche Lieferung: F-16-Kampfjets erreichen die Ukraine

Sommerliche Lieferung: F-16-Kampfjets erreichen die Ukraine

Die Ukraine wird in diesem Sommer F-16-Kampfjets zur Abwehr des russischen Angriffskrieges einsetzen können. Der Transfer dieser Jets ist bereits in vollem Gange, wie die USA, die Niederlande und Dänemark in einer gemeinsamen Erklärung während des Nato-Gipfels in Washington mitteilten.

Es handelt sich um amerikanisch produzierte F-16-Jets, die von Dänemark und den Niederlanden zur Verfügung gestellt werden. In der Erklärung heißt es, dass das Übergabeverfahren bereits begonnen habe und die Ukraine noch diesen Sommer einsatzbereite F-16 erhalten werde. Aus Sicherheitsgründen wurden jedoch keine weiteren Einzelheiten bekanntgegeben.

Drei Staaten dankten außerdem Belgien und Norwegen für deren Zusage, zusätzliche Flugzeuge nach Kiew zu liefern. Die Ukraine ist seit fast zweieinhalb Jahren auf ausländische Waffenlieferungen angewiesen, um die russische Invasion abzuwehren. Besonders die F-16-Jets westlicher Bauart stehen schon seit längerem auf der Wunschliste Kiews.

Auf dem G7-Gipfel in Japan im Mai 2023 hatten die USA grünes Licht gegeben, damit andere Länder Jets dieses Typs an die Ukraine liefern können. Dänemark und die Niederlande erklärten sich bereit, diesen Schritt zu gehen. Die Ausbildung ukrainischer Piloten und Bodenmannschaften läuft bereits seit Monaten. Diese Jets sollen insbesondere die ungehinderten Bombenabwürfe russischer Flugzeuge verhindern.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj betonte am Rande des Gipfels, dass sein Land mindestens 128 Kampfjets benötigt. Während einer Rede in der Ronald-Reagan-Stiftung in Washington beschrieb Selenskyj das lange Warten auf die Kampfjets in einem Vergleich mit der Ungeduld, die seine Mutter verspürte, wenn er nach der Schule verspätet nach Hause kam – nur sei die Lage nun weitaus ernster.

Zum Schluss sei erwähnt, dass russische Flugzeuge täglich 300 Angriffe auf die Ukraine fliegen können, wie Selenskyj weiter betonte.