Der strategische Kahlschlag markiert das Ende der grenzenlosen Gier-Inflation
PepsiCo reagiert auf den massiven Druck des aktivistischen Investors Elliott Management mit einer brutalen Portfolio-Bereinigung. Um die Profitabilität zu retten, streicht der Konzern fast 20 Prozent seines US-Sortiments und schließt mehrere Produktionsstandorte.
Die einstige Strategie, sinkende Absatzzahlen durch immer höhere Preise zu kompensieren, ist offiziell gescheitert. Institutionelle Anleger strafen die Aktie ab, da die Preissenkungen die operativen Margen in einem stagnierenden Marktumfeld massiv gefährden.

Die „Make America Healthy Again“-Welle erzwingt eine schmerzhafte Neuerfindung
Der wachsende Einfluss von Abnehmmedikamenten (GLP-1) und gesundheitspolitischen Trends trifft das Kerngeschäft mit hochverarbeiteten Snacks ins Mark. PepsiCo muss Milliarden in die Restrukturierung investieren, um künstliche Inhaltsstoffe zu eliminieren und den Anschluss an gesundheitsbewusste Konsumenten nicht zu verlieren.
Das Management opfert die Markenvielfalt der Effizienz und setzt auf radikale Automatisierung in der Lieferkette. Der Fokus verschiebt sich weg von Nischenprodukten hin zu einem hochfrequenten, aber margenschwächeren Massengeschäft.
PepsiCo droht im Schatten von Coca-Cola zum dauerhaften Underperformer zu werden
Während der Rivale Coca-Cola stabilere Zuwächse verzeichnet, kämpft PepsiCo mit einer Identitätskrise zwischen Junkfood und Wellness-Angeboten. Die Volumeneinbrüche von bis zu vier Prozent in der Snack-Sparte entlarven die strukturelle Schwäche des diversifizierten Geschäftsmodells.
Der Rückzug bei den Preisen ist kein Akt der Nächstenliebe, sondern ein verzweifelter Versuch, den völligen Relevanzverlust im US-Einzelhandel zu verhindern. Wer in PepsiCo investiert, wettet nun auf eine Turnaround-Story mit ungewissem Ausgang.
Der Konzern hat die Preiselastizität seiner Kunden schlicht überschätzt und zahlt nun den Preis für diese Fehlkalkulation.


