20. Juni, 2024

Krypto

SEC genehmigt ETH-basierte ETFs – Neue Anlageoptionen für Krypto-Fans

SEC genehmigt ETH-basierte ETFs – Neue Anlageoptionen für Krypto-Fans

Die US-amerikanische Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde (SEC) hat neue Türen in der Welt der Kryptowährungen aufgestoßen: Erstmals steht die grundsätzliche Zulassung von börsengehandelten Fonds (ETFs) für die Kryptowährung Ether ins Haus. Damit dürften in absehbarer Zeit Produkte, die auf der Ethereum Blockchain beruhen, an Technologiebörse Nasdaq sowie der New York Stock Exchange gehandelt werden. Diese Erweiterung ginge über die bereits bestehenden Bitcoin-ETFs hinaus und könnte die Akzeptanz und das Vertrauen in digitale Währungen weiter stärken.

Dennoch, für Finanzakteure wie Blackrock und Fidelity bedeutet diese Ankündigung nicht den unmittelbaren Startschuss. Diese Unternehmen stehen noch vor der Hürde, eine individuelle Freigabe von der SEC zu erlangen, ein Prozess, für den keine zeitlichen Grenzen kommuniziert wurden.

Die Bitcoin-basierten Spot-ETFs haben seit ihrer Zulassung im Januar dieses Jahres gezeigt, wie traditionelle Finanzinstrumente und digitale Währungen erfolgreich verzahnt werden können. Insbesondere weil sie eine niedrigschwelligere Investitionsmöglichkeit als Direktinvestitionen in Kryptos bieten, erfreuen sie sich wachsender Beliebtheit.

Ethereum ist nach Marktkapitalisierung die zweitgrößte Kryptowährung und spielt eine besondere Rolle in der Digitalwährungswelt, da es über den Status eines digitalen Wertspeichers hinausgeht. Es dient nicht nur als Währung, sondern auch als Plattform für Smart Contracts und dezentrale Applikationen. In den Augen der SEC unterscheidet sich Ether insofern von Bitcoin, als dass Ether – im Zuge der Validierung von Transaktionen – als Wertpapier eingestuft wird, bei dem Teilnehmende eine Vergütung in Form einer Art Dividende erhalten können.

Die SEC, derzeit unter der Leitung von Gary Gensler, hat in der Vergangenheit eine eher distanzierte Haltung gegenüber Kryptowährungen an den Tag gelegt. Die Zulassung von Bitcoin-ETFs erfolgte nicht ganz ohne äußeren Anstoß: Grayscale konnte einen Gerichtserfolg gegen die SEC verbuchen, da die Behörde im Kontext der Ablehnung zuvor keinen hinreichenden Unterschied zu anderen zugelassenen Anlageformen darlegen konnte.

Ein direkter Nutzen dieser Entwicklung für deutsche Anleger bleibt jedoch aus: Hierzulande besteht nach wie vor die Regel, keine ETFs zu genehmigen, die lediglich auf einem einzigen Basiswert aufbauen. Es existieren jedoch ähnlich strukturierte Exchange-traded Products (ETPs) für den europäischen Raum.

Die positive Nachricht der SEC verlieh der Kryptowährung Ether bereits einen deutlichen Kursanstieg. Trotz einer leichten Abschwächung durch Gewinnmitnahmen, zeigt Ether eine beeindruckende Performance mit einem Zuwachs von etwa 56 Prozent gegenüber dem US-Dollar seit Beginn des Jahres. Bitcoin kann mit knapp 52 Prozent ebenfalls eine solide Wertentwicklung vorweisen. Marktbeobachter weisen jedoch wiederholt auf die inhärenten Kursschwankungen von Kryptowährungen hin und appellieren an die Vorsicht von Investoren.