22. April, 2024

Politik

Schweres Brückenunglück in Maryland: Rettungs- und Bergungskräfte im Dauereinsatz

Schweres Brückenunglück in Maryland: Rettungs- und Bergungskräfte im Dauereinsatz

Im US-Bundesstaat Maryland haben nach dem tragischen Zusammenbruch der Francis Scott Key Bridge umfangreiche Bergungs- und Rettungsmaßnahmen begonnen. Die Kräfte vor Ort sind darum bemüht, das mit Trümmern übersäte Areal freizulegen, um weitere Hilfsmittel und Mannschaften zur Unterstützung heranzuführen. Unter Zuhilfenahme von schwerem Gerät werden dabei tonnenschwere Stahlträger zerschnitten und weggeräumt, um wichtige Zugangswege zu schaffen.

Das Ausmaß der Katastrophe wurde deutlich, als das Containerschiff 'Dali' letzte Woche eine tragende Säule der Autobahnbrücke rammte, was zu deren Kollaps führte. Während der Einsatzkräfte gelang es, zwei Personen zu retten, sind weitere Opfer zu beklagen.

Die Suche nach Vermissten gestaltet sich unterdessen komplex: Zwei Bauarbeiter wurden bereits tot geborgen, nach vier weiteren wird noch gesucht. Die Hoffnung, sie lebend zu finden, schwindet jedoch zusehends. Gouverneur Wes Moore sprach von einer 'unglaublich komplizierten Situation', die durch das wechselhafte Wetter und die Trümmer zusätzlich erschwert wird.

Das Wrack der Brücke blockiert weiterhin eine wichtige Verkehrsroute aus dem Hafen und auch das Unfall verursachende Schiff 'Dali' bleibt festgesetzt. Gouverneur Moore verdeutlichte, dass die Schadensbehebung weitreichender Natur ist und sowohl lokale als auch nationale wirtschaftliche Interessen berührt.

Am Wiederaufbau des Hafenzugangs wird mit Hochdruck gearbeitet, wie Senator Chris Van Hollen und Verkehrsminister Pete Buttigieg betonten. Von einem schnellen Abschluss der Aufräumarbeiten kann jedoch nicht ausgegangen werden. Die Bundesregierung hat indessen finanzielle Hilfen für die betroffene Region zugesagt und Präsident Joe Biden plant einen Besuch im Unglücksort.

Parallel dazu werden Untersuchungen zur Unglücksursache geführt. Die Besatzung des Schiffs 'Dali' wird vom National Transportation Safety Board (NTSB) befragt und erhält psychologische Unterstützung. Ein vorläufiger Bericht soll in Kürze erste Erkenntnisse liefern, während Hinweise auf einen eventuellen Stromausfall als Ursache des Unglücks näher untersucht werden.