19. Mai, 2024

Märkte

Schwankende Devisenmärkte: Euro unter Druck, Pfund und Yen mit unterschiedlichen Signalen

Schwankende Devisenmärkte: Euro unter Druck, Pfund und Yen mit unterschiedlichen Signalen

Am Devisenmarkt zeigte sich der Euro nach der jüngsten US-Verbraucherumfrage belastet und verlor gegenüber dem US-Dollar an Wert. Während die europäische Währung im Tageshoch noch bei 1,0790 US-Dollar lag, sahen Händler in den späteren Stunden des Handelstages einen Kurs von 1,0762 US-Dollar. Diese Entwicklung folgte auf eine Festsetzung des Referenzkurses durch die Europäische Zentralbank (EZB) bei 1,0779 Dollar, ein geringfügiger Anstieg im Vergleich zum Mittwochsstand von 1,0743 Dollar.

Insbesondere die steigenden Inflationserwartungen in den USA treiben den Dollar an und dämpfen die Hoffnungen auf eine baldige Korrektur der Zinslandschaft durch die US-Notenbank Federal Reserve (Fed). Mit einer Prognose von 3,5 Prozent Inflation gegenüber den Vorjahres 3,2 Prozent bleiben die Erwartungen deutlich über dem von der Fed angestrebten Ziel von 2 Prozent. Diese Zahlen sprechen gegen eine schnelle Zinssenkung, was zur Stützung des Dollars beiträgt.

Der amerikanische Arbeitsmarkt lieferte ebenso Impulse für den Devisenmarkt, denn schwächere Beschäftigtenzahlen nährten vorübergehend die Spekulationen auf eine frühere Zinssenkung. Die Marktteilnehmer fokussieren sich nun auf den Zeitpunkt, zu welchem die großen Zentralbanken mit geldpolitischen Lockerungen auf die nachlassende Inflation reagieren könnten.

Das britische Pfund hingegen konnte nur zeitweise von guten Wachstumszahlen des Landes profitieren. Das Vereinigte Königreich konnte eine leichte Rezession hinter sich lassen und ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 0,6 Prozent im ersten Quartal verzeichnen, was die Erwartungen der Analysten überstieg. Dennoch verlor das Pfund gegenüber dem Dollar schließlich an Wert.

Die EZB setzte den Referenzkurs für den Euro unter anderem auf 0,86055 britische Pfund, 167,87 japanische Yen und 0,9779 Schweizer Franken fest. Das Edelmetall Gold, welches oftmals als Gradmesser für Währungsstabilität und sicherer Hafen in volatilen Marktzeiten gesehen wird, war ebenfalls Anlass für Gespräche: Die Feinunze kostete am Nachmittag in London circa 2365 US-Dollar, ein Anstieg von 18 Dollar zum Vortag.