14. April, 2024

Wirtschaft

Schuldenlast Deutschlands klettert – doch Quote sinkt dank BIP-Wachstum

Schuldenlast Deutschlands klettert – doch Quote sinkt dank BIP-Wachstum

Die finanzielle Bürde der Bundesrepublik zeigt auch im vergangenen Jahr eine aufwärtsgerichtete Tendenz. Laut neuesten Erkenntnissen der Deutschen Bundesbank wuchs der Schuldenberg Deutschlands signifikant an, konkret um 62 Milliarden Euro auf nun 2,62 Billionen Euro an. Diese Steigerung bewegt sich auf demselben Niveau wie im Vorjahr und ist weniger stark als in den Jahren zuvor.

Besondere Aufmerksamkeit verdient der Umstand, dass die Verschuldung des Bundes sowie die der privaten Verbraucher und Unternehmen durch staatliche Maßnahmen zur Dämpfung von Gas- und Strompreisen um beachtliche 75 Milliarden Euro zunahm. Auf der anderen Seite steht ein Rückgang der Schuldenlast der Bundesländer, was ein bemerkenswertes Gegengewicht bildet.

Im Fokus steht ebenso die Schuldenquote Deutschlands, die das Verhältnis der Schuldenlast zum nominalen Bruttoinlandsprodukt (BIP) definiert. Diese Quote, im direkten wirtschaftlichen Kontext von hoher Wichtigkeit, ist zum zweiten Mal in Folge gesunken und liegt aktuell bei 63,7 Prozent. Trotz dieses Rückgangs durchbricht Deutschland erneut, und somit das vierte Jahr hintereinander, die in den Maastricht-Kriterien festgelegte Obergrenze von 60 Prozent. Davor konnte das Land zuletzt im Jahr vor der Corona-Pandemie einen Wert unterhalb dieser Marke verzeichnen.

Den Rückgang der Schuldenquote um 2,4 Prozentpunkte attribuiert die Bundesbank dem signifikanten Anstieg des BIP, das in besonderem Maße aufgrund der hohen Inflation um 6,3 Prozent angewachsen ist. Laut der Notenbank führte dies rechnerisch zu einer Reduktion der Schuldenquote um vier Prozentpunkte. Nichtsdestotrotz erlebte die deutsche Wirtschaft, wenn man die Inflation herausrechnet, im Gegensatz dazu eine Schrumpfung.