24. Juni, 2024

Wirtschaft

Schrumpfende Bargeld-Infrastruktur: Geldautomaten in Deutschland immer seltener

Schrumpfende Bargeld-Infrastruktur: Geldautomaten in Deutschland immer seltener

In Deutschland wird der Gang zum Geldautomaten zunehmend zur Suche: Ein Rückgang der Automatenanzahl stellte sich als Trend der letzten Jahre heraus. Nach Daten des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes hat sich die Zahl der durch Sparkassen betreuten Geldautomaten von 25.500 im Jahr 2018 auf 21.000 Geräte Ende 2023 reduziert. Ebenso verzeichneten die Volksbanken und Raiffeisenbanken einen Rücklauf ihrer Geräte von 18.100 auf circa 14.700 im vergleichbaren Zeitraum.

Trotz des Abwärtstrends liegt die Zahl der Geldautomaten in der Bundesrepublik mit rund 51.800 Geräten signifikant über dem Niveau der 1990er Jahre, wenngleich deutlich entfernt von der Höchstmarke von circa 61.100 Automaten im Jahr 2015.

Die Sparkassen beobachteten ferner eine abnehmende Frequenz an Bargeldabhebungen seit 2016, wobei der durchschnittliche Abhebebetrag individual anstieg. Konkrete Angaben zu den Abhebesummen macht der Verband indes nicht - Sicherheitsbedenken stehen hier im Vordergrund.

Parallel zur sinkenden Zahl an Geldautomaten erfährt das Bargeldabheben an der Supermarktkasse eine wachsende Beliebtheit. So stieg die Summe, die Händler an Kunden in diesem Rahmen auszahlten, von 2,23 Milliarden Euro im Jahr 2019 auf über 12,3 Milliarden Euro in 2023 an. An der Spitze dieses Services stehen namhafte Anbieter wie Rewe und Edeka, aber auch Drogerieketten wie DM und Rossmann, sowie Baumarktketten beteiligen sich.

Der Grund für die Dominanz der 50-Euro-Scheine bei Geldautomatenabhebungen findet sich in ihrer hohen Verfügbarkeit. Laut einem Bericht der Bundesbank existierten 2022 geschätzte 14,4 Milliarden 50-Euro-Noten, weit mehr als die 2,1 Milliarden 5-Euro-Scheine oder die etwas mehr als 3 Milliarden 10-Euro-Noten.