13. April, 2024

Politik

Schröder glaubt an Vermittlerrolle im Ukraine-Konflikt

Schröder glaubt an Vermittlerrolle im Ukraine-Konflikt

Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder setzt auf seine langjährige Freundschaft mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin als möglichen Schlüssel zur Beendigung des Krieges in der Ukraine. In einer dpa-Meldung bekräftigte er die Bedeutung vertrauensvoller Beziehungen für die politische Krisenbewältigung. Kremlsprecher Dmitri Peskow zeigte sich den optimistischen Aussagen gegenüber aufgeschlossen und erinnerte an frühere gemeinsame Erfolge der beiden Politiker.

Marie-Agnes Strack-Zimmermann sieht Schröders Selbstwahrnehmung hingegen kritisch und äußerte bei "Welt TV" Zweifel an seiner Einflussnahme auf Putin. Aktivitäten von Schröder für die Nord-Stream-Pipelines verdeutlichen seine andauernden Verbindungen zu Russland, trotz öffentlicher Distanzierung von Putins Entscheidung, die Ukraine anzugreifen.

Schröder betont die Bedeutung historischer positiver Zusammenarbeit und warnt davor, diese im Lichte des aktuellen Konfliktes zu negieren. Sein Vorschlag für eine Friedensinitiative sieht Deutschland und Frankreich als Vermittler und weist Spekulationen über eine Eskalation, inklusive Atomschlagszenarien, zurück. Eine diplomatische Lösung steht im Vordergrund seiner Argumentation.

Bundeskanzler Olaf Scholz betont die Notwendigkeit, dass Russland seine Aggression beendet, während Gespräche auf verschiedenen Ebenen weiterhin stattfinden. Peskow kritisiert Deutschlands Rolle im Konflikt und sieht keinen Willen zur Konfliktbeendigung in der derzeitigen deutschen Politik. Er beobachtet unterschiedliche Positionen in Europa, jedoch ohne Aussicht auf Änderung im Kriegsverlauf.