22. April, 2024

Wirtschaft

Scholz hält sich bedeckt beim Thema Ausrüsterwechsel des DFB

Scholz hält sich bedeckt beim Thema Ausrüsterwechsel des DFB

In der kontroversen Debatte um den bevorstehenden Ausrüsterwechsel des Deutschen Fußball-Bundes verhält sich Bundeskanzler Olaf Scholz auffallend neutral. Während seine Kabinettskollegen offen Kritik üben, betont der Kanzler die Eigenständigkeit der Entscheidung des DFB. Dies verlautbarte sein stellvertretender Sprecher Wolfgang Büchner. Die Entscheidung des DFB, ab 2027 mit dem amerikanischen Sportartikelhersteller Nike zusammenzuarbeiten und damit die jahrzehntelange Partnerschaft mit dem heimischen Ausrüster Adidas zu beenden, hatte hohe Wellen in der Politik geschlagen. Wirtschaftsminister Robert Habeck und Gesundheitsminister Karl Lauterbach äußerten sich besorgt um das Verhältnis von traditionellen Werten und wirtschaftlichem Kalkül. Besonders Habeck zeigte sich nostalgisch über die historische Verknüpfung der Marke Adidas mit den deutschen Nationalfarben und empfand den Wechsel als Verlust eines Stücks nationaler Identität. Karl Lauterbach teilte über die Social-Media-Plattform X seine Ansicht, dass mit der Entscheidung Heimat und Tradition dem Kommerz geopfert werden. Neben den Bundesministern mischten sich auch Spitzenpolitiker wie CSU-Chef Markus Söder und Hessens Ministerpräsident Boris Rhein mit kritischen Anmerkungen in die Diskussion.