24. Mai, 2024

Unternehmen

Massenentlassungen bei Infineon trotz Boom?

Trotz seiner Rolle als Innovationshub streicht Infineon in einer drastischen Sparmaßnahme hunderte Stellen in Regensburg.

Massenentlassungen bei Infineon trotz Boom?
Trotz Innovationsversprechen: Infineon streicht in Regensburg massiv Stellen. Ist das der Beginn einer tieferen Krise?

Der deutsche Halbleiterriese Infineon Technologies hat eine radikale Entscheidung getroffen: Das Unternehmen wird hunderte Stellen an seinem Standort in Regensburg streichen.

Diese Ankündigung kommt kurz nachdem das Unternehmen seine Jahresprognose nach unten korrigiert hat, was die Sorgen über eine mögliche Krise in der Halbleiterindustrie weiter schürt.

Am Dienstag wurde bekannt, dass der geplante Stellenabbau vor allem die Produktionsbereiche treffen wird, obwohl Regensburg als Schlüsselstandort für Forschung und Entwicklung im Konzern gilt.

Quelle: Eulerpool
Quelle: Eulerpool

Laut einem Firmensprecher wird der Jobabbau "durch natürliche Fluktuation, Altersteilzeit und freiwillige Aufhebungsverträge" erfolgen, um betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden.

Infineon in der Zwickmühle

Dieser Schritt illustriert die Zwickmühle, in der sich viele Tech-Unternehmen derzeit befinden: Einerseits müssen sie innovativ und wettbewerbsfähig bleiben, andererseits zwingt sie der globale Druck, ihre Kostenstrukturen zu optimieren. Für Infineon bedeutet dies, dass sie gleichzeitig in Zukunftstechnologien investieren und ihre Belegschaft strategisch anpassen müssen.

Für Regensburg könnte der Stellenabbau spürbare Auswirkungen haben, da Infineon einer der größten Arbeitgeber in der Region ist. Der Verlust von hunderten Arbeitsplätzen wird nicht nur die lokale Wirtschaft beeinträchtigen, sondern könnte auch das soziale Gefüge der Stadt belasten.