02. März, 2026

Quartalszahlen

Schock-Zahlen bei Berkshire: Gewinne stürzen nach Buffett-Abgang massiv ab

Das erste Quartal ohne Warren Buffett endet blutig: Milliardenabschreibungen, einbrechende Versicherungsgewinne und ein rekordverdächtiger Cashberg offenbaren tiefe Risse im Konglomerat.

Schock-Zahlen bei Berkshire: Gewinne stürzen nach Buffett-Abgang massiv ab
Berkshire Hathaway meldet für Q4 2025 einen Gewinneinbruch von 30%. Eine 4,5-Mrd-Abschreibung auf Occidental belastet die Bilanz schwer.

Der operative Gewinn bricht im vierten Quartal dramatisch ein

Die Ära nach Warren Buffett beginnt für Berkshire Hathaway mit ernüchternden Zahlen. Im vierten Quartal 2025 fiel der operative Gewinn um satte 30 Prozent auf 10,2 Milliarden US-Dollar. Im Vorjahreszeitraum lag dieser Wert noch bei 14,53 Milliarden US-Dollar.

Hauptverantwortlich für diesen Rückgang ist das Versicherungsgeschäft, dessen Gewinne um 38 Prozent einbrachen. Sinkende Zinssätze drückten auf die Erträge aus den massiven Barreserven, während Preisdruck bei der Autoversicherungstochter Geico die Margen verengte.

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Auch auf Jahressicht zeigt die Kurve nach unten: Der operative Gewinn für das Gesamtjahr 2025 sank um 6 Prozent auf 44,49 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn fiel sogar um 25 Prozent auf 66,97 Milliarden US-Dollar.

Die Milliardenabschreibung bei Occidental Petroleum schockiert die Anleger

Ein wesentlicher Belastungsfaktor für das Nettoergebnis war eine massive Wertberichtigung bei Occidental Petroleum. Berkshire Hathaway musste 4,5 Milliarden US-Dollar auf seinen 26,9-prozentigen Anteil an dem Ölkonzern abschreiben.

Das Management unter dem neuen CEO Greg Abel bewertet den Kursverfall der Occidental-Aktie nicht mehr als „vorübergehend“. Dies ist bereits die zweite große Abschreibung im Jahr 2025, nachdem zuvor 3,76 Milliarden US-Dollar auf Kraft Heinz berichtigt wurden.

Eine historische Anhäufung von Liquidität deutet auf fehlende Kaufgelegenheiten hin

Trotz der Probleme schwimmt der Konzern in Geld. Berkshire beendete das Jahr 2025 mit einem liquiden Bestand von 373,3 Milliarden US-Dollar. Dies signalisiert jedoch auch eine deutliche Warnung an den Markt: Es gibt keine attraktiven Übernahmeziele.

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Das vierte Quartal war das 13. in Folge, in dem Berkshire mehr Aktien verkaufte als kaufte. Zudem verzichtete das Unternehmen das sechste Quartal in Folge komplett auf Aktienrückkäufe. Analysten sehen hierin ein Zeichen für strukturelle Wachstumsprobleme.

„Das Umsatzwachstum ist eine Herausforderung und Abel hat die Erwartung geweckt, dass das Wachstum im Rückversicherungs- und Gewerbeversicherungsgeschäft im Jahr 2026 gleich null sein könnte. Das Umsatzwachstum war auf breiter Front ziemlich lau“,

so Cathy Seifert, Analystin bei CFRA Research in New York.

Greg Abel übernimmt ein schweres Erbe mit klarem Fokus auf Disziplin

Greg Abel, der nun offiziell als CEO fungiert, nutzte seinen ersten jährlichen Aktionärsbrief, um Warren Buffett Tribut zu zollen. Er bezeichnete ihn als „bemerkenswerten CEO“ und versprach, die Anlagedisziplin des Mentors fortzuführen.

„Wir sind entschlossen, das große Erbe, das Warren Buffett und sein Geschäftspartner Charlie Munger aufgebaut haben, zu stärken und durch unser Engagement für Exzellenz sicherzustellen, dass es Bestand hat“,

so Greg Abel in seinem Brief an die Aktionäre. Er deutete zudem an, dass einige Geschäftsbereiche eine verbesserte operative Leistung benötigen, was auf eine aktivere Rolle der neuen Führung hindeutet.

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