24. Juli, 2024

Politik

Schicksalsfrage für Joe Biden: Demokraten debattieren präsidiale Zukunft

Schicksalsfrage für Joe Biden: Demokraten debattieren präsidiale Zukunft

Während US-Präsident Joe Biden seine Position im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur verteidigt, hält die Unruhe innerhalb der Demokratischen Partei an. Trotz öffentlicher Unterstützung durch die Parteiführung fordern einige prominente Stimmen einen Rückzug Bidens, was die parteiinterne Debatte über seine politische Zukunft aufheizt.

CNN berichtete, dass während eines Treffens im Kongress mehrere Senatoren Zweifel an Bidens Erfolgsaussichten gegen Donald Trump bei den nächsten Wahlen äußerten. Senator Chris Coons, ein enger Vertrauter des Präsidenten, verteidigte Biden, wies jedoch darauf hin, dass die Diskussion noch nicht beendet sei. Abgeordnete wie Mikie Sherrill fordern, dass Biden die Bühne freimachen sollte, um Platz für potenzielle Alternativen zu schaffen.

Ein möglicher Kandidat, Vizepräsidentin Kamala Harris, betonte bei einer Wahlkampfveranstaltung in Las Vegas Bidens Kämpfergeist und versicherte, dass seine Kritiker irren würden. Bidens Sprecherin Karine Jean-Pierre sekundierte und betonte, dass der Präsident plant, sich zu einer vollen zweiten Amtszeit zu verpflichten. Am Ende dieser wäre Biden 86 Jahre alt.

Die mentale Verfassung des Präsidenten bleibt ein kontrovers diskutiertes Thema. US-Medien berichteten von einem Vorfall, bei dem ein Mitglied der US-Marine versuchte, unbefugten Zugang zu Bidens medizinischen Akten zu erlangen. Dem Bericht zufolge waren Bidens personenbezogene Daten jedoch zu keiner Zeit gefährdet.

In den USA wird weiterhin heftig debattiert, ob der 81-jährige Biden der richtige Kandidat der Demokraten für die nächste Wahl ist. Nach einem TV-Debakel gegen Trump sieht sich Biden verstärkten Fragen zu seiner geistigen Fitness ausgesetzt. Dennoch lehnt er einen kognitiven Test ab und bezweifelt die Umfrageergebnisse, die auf einen Rückgang seiner Unterstützung hinweisen.

Aktuell versucht Biden, beim NATO-Gipfel in Washington, D.C., als starker Gastgeber und Anführer des Verteidigungsbündnisses zu glänzen und seine politische Position zu festigen.