Im Schatten der steigenden Kosten für aktienbasierte Mitarbeitervergütungen hat SAP, Europas Primus in der Softwarebranche, mit einem unerwartet schwachen operativen Gewinnanstieg das Geschäftsjahr begonnen. Der bereinigte operative Gewinn des Technologieunternehmens kletterte im ersten Quartal um 16 Prozent auf 1,53 Milliarden Euro, verfehlte jedoch die Markterwartungen, die auf ein höheres Plus hofften. Die SAP-Aktie, die im Vergleichsquartal einen Wertzuwachs von 29 Prozent erzielte, führte zu einem signifikanten Anstieg der Kosten für Mitarbeiterbeteiligungsprogramme.
Der Umsatz bei SAP verzeichnete einen Zuwachs von acht Prozent, mit Einnahmen von etwas über acht Milliarden Euro. Angetrieben wurde das Wachstum vor allem durch das Cloudgeschäft, das mit einem bemerkenswerten Anstieg von fast 25 Prozent auf 3,93 Milliarden Euro die Erwartungen des Finanzmarktes erfüllte. Trotz dieser positiven Entwicklung musste der Konzern Umbaukosten in Höhe von 2,2 Milliarden Euro verbuchen. Diese stehen in Verbindung mit der Ankündigung zu Jahresbeginn, etwa 8000 Stellen zu streichen, um sich fortan verstärkt auf KI-basierte Anwendungen zu konzentrieren und gleichzeitig die Kostenstruktur zu optimieren.
Als Folge der Restrukturierung und der erhöhten Vergütungskosten verbuchte der Softwaregigant einen Verlust von 824 Millionen Euro und entfernte sich damit deutlich vom Gewinn des Vorjahres von 509 Millionen Euro. Trotz der aktuellen Herausforderungen bekräftigte das Führungsteam um den Vorstandsvorsitzenden Christian Klein die Jahresziele des Unternehmens.