22. Februar, 2024

Märkte

Rüstungswerte auf Höhenflug: Rheinmetall und Hensoldt setzen Erfolgsserie fort

Rüstungswerte auf Höhenflug: Rheinmetall und Hensoldt setzen Erfolgsserie fort

Getrieben von der anhaltenden Nachfrage nach Verteidigungstechnik setzen Rheinmetall und Hensoldt ihre Erfolgsserie an den Börsen fort. Die Perspektive auf umfangreiche Bestellungen, insbesondere aus westlichen Staaten, die ihre Verteidigungsbudgets aufstocken und die Ukraine im Kampf gegen die russische Invasion unterstützen, sorgt für einen anhaltenden Kursaufschwung dieser beiden Unternehmen. Rheinmetall erreichte zu Beginn des Handelstages eine Steigerung um 2,4 Prozent und notierte damit bei 344,80 Euro, während Hensoldt beinahe um 3 Prozent auf 31,08 Euro zulegte.

Das aktuelle Handelsgeschehen zeigt, dass die Rheinmetall-Aktie mit einem Anstieg von gut 20 Prozent seit Jahresbeginn 2024 beinahe zum Spitzenreiter des Dax, dem Softwaregiganten SAP, aufschließt. Ebenso gewannen die Papiere von Hensoldt, die nun ein Jahresplus von 27 Prozent vorweisen und sich damit an die Spitze des MDax setzten.

Die Marktteilnehmer richten ihren Blick weiterhin auf die Vereinigten Staaten, wo die Diskussionen über die Fortführung der amerikanischen Militärhilfe für die Ukraine nicht abreißen. Der Bundeskanzler Olaf Scholz zeigte sich nach einem Treffen mit dem US-Präsidenten Joe Biden in der Hauptstadt Washington optimistisch über die Fortsetzung der US-Unterstützung.

Darüber hinaus liefert ein Interview mit Armin Papperger, dem Chef von Rheinmetall, im "Handelsblatt", Zusatzstoff für die Fantasien der Investoren. Papperger berichtet dort von einer ambitionierten Steigerung der Fertigungskapazitäten im Bereich der Artilleriegranatenproduktion – ein Plan, der die Pulverproduktion an bestimmten Standorten sogar verdoppeln oder verdreifachen soll. Bis zum nächsten Jahr wird damit gerechnet, dass Rheinmetall genügend Mengen produzieren kann, um Europas Bedarf zu decken. Für 2025 ist die Zielvorgabe, die Fertigung auf bis zu 700.000 Artilleriegeschosse pro Jahr hochzuschrauben.

Der Rheinmetall-Chef antizipiert des Weiteren eine signifikante Erhöhung des Verteidigungsbudgets, wenn das Sondervermögen der Bundeswehr erschöpft ist. Papperger äußerte klar, ohne zusätzliche Mittel wäre es eine Herausforderung, Deutschland verteidigungsfähig zu halten. Er sieht hierfür zwei Optionen: eine deutliche Erhöhung des Verteidigungsetats oder ein neues Sondervermögen.