18. Juli, 2024

Politik

Russische Streitkräfte behaupten ausreichende Personalkapazität trotz schwerer Verluste

Russische Streitkräfte behaupten ausreichende Personalkapazität trotz schwerer Verluste

Die russischen Streitkräfte sehen sich nach eigenen Angaben nicht von einem Personalmangel bedroht, obwohl sie erhebliche Verluste in der Ukraine verzeichnen. Dmitri Medwedew, der Vize-Vorsitzende des Nationalen Sicherheitsrates und ehemalige Präsident Russlands, verkündete, dass die russische Armee allein in diesem Jahr durch 190.000 Freiwillige und Zeitsoldaten verstärkt wurde. Medwedew stellte zudem klar, dass damit die vom Kreml geforderte Verpflichtung von Vertragsbediensteten und Freiwilligen erfüllt sei. Dies äußerte er bei einem Treffen im Verteidigungsministerium.

Weiterhin betonte Medwedew, dass die durchschnittliche tägliche Rekrutierungsrate stabil bei etwa 1.000 Personen liege. Diese Rekrutierungen, die häufig Reservisten umfassen, würden die regulären Einberufungen ergänzen. Die Stabilität in der Rekrutierungsrate wird als Erfolg gewertet, besonders vor dem Hintergrund der anhaltenden Konflikte an den Fronten der Ukraine.

Laut Schätzungen der ukrainischen Militärführung seit Beginn des russischen Angriffskriegs vor über zwei Jahren, belaufen sich die Verluste auf russischer Seite auf knapp 550.000 getötete oder verwundete Soldaten.