18. Juli, 2024

Märkte

Ruhige Entwicklungen an den US-Börsen: Feiertagsstimmung und spekulative Übernahmemeldungen

Ruhige Entwicklungen an den US-Börsen: Feiertagsstimmung und spekulative Übernahmemeldungen

Zur Wochenmitte zeichnet sich an den US-Börsen wenig Bewegung ab. Der Broker IG taxierte den Nasdaq 100 vor Handelsbeginn 0,2 Prozent niedriger auf 19.981 Punkte. Am Vortag hatte der Auswahlindex trotz starker Gewinne eine neue Bestmarke nur knapp verfehlt. Für den Leitindex Dow Jones Industrial prognostiziert IG einen nahezu unveränderten Wert von 39.330 Punkten.

Wegen des bevorstehenden Nationalfeiertags endet der Handel an den US-Märkten am Mittwoch bereits um 19.00 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit. Am Donnerstag bleibt die Börse geschlossen.

Hoffnungen der Anleger konzentrieren sich auf einen schwachen Arbeitsmarktbericht der Regierung, der am Freitag veröffentlicht wird. Zudem erhoffen sich Marktbeobachter positive Überraschungen von der anlaufenden Quartalsberichtssaison der US-Unternehmen. Laut einer Studie von Oxford Economics könnten sich auch die Wachstumszahlen der kleineren Unternehmen neben den Technologieriesen wie Apple, Microsoft und Nvidia verbessern.

Eine weiterhin stabile Beschäftigungslage könnte jedoch die US-Notenbank Fed davon abhalten, baldigen Zinssenkungen zuzustimmen. Die letzten Arbeitsmarktdaten waren größtenteils schwach, gelten jedoch nicht als maßgebliche Indikatoren für den offiziellen Arbeitsmarktbericht und haben entsprechend weniger Einfluss auf die Geldpolitik. Im Verlauf des Handelstages stehen noch Einkaufsmanagerindizes und Industriedaten sowie das Fed-Protokoll zum letzten Zinsentscheid im Juni auf der Agenda.

Unterdessen verzeichneten die Aktien von Paramount Global dank anhaltender Übernahmefantasie ein vorbörsliches Plus von 13 Prozent. Gerüchten zufolge könnte es zu einer vorläufigen Kaufvereinbarung zwischen Skydance Media und Paramount-Hauptaktionär National Amusements kommen. Im Juni waren Übernahmegespräche des Medienkonzerns mit einem Branchenkollegen gescheitert. Ein Bericht der "New York Times" über mögliche Kontrollübernahmen durch Milliardär Barry Diller hatte die Aktien am Dienstag bereits um fast 6 Prozent steigen lassen.

Bei Tesla stand zuletzt ein Plus von 0,7 Prozent zu Buche, nachdem vorbörsliche Gewinne Hoffnungen auf einen Ausbruch aus dem einjährigen Abwärtstrend geschürt hatten. Am Dienstag hatten positiv aufgenommene Absatzzahlen zu einem Kurssprung von gut zehn Prozent geführt und die Aktien auf ein neues Hoch seit Januar gehoben.