25. Februar, 2024

Märkte

Rückgang der Ölpreise trotz geopolitischer Spannungen

Rückgang der Ölpreise trotz geopolitischer Spannungen

Am Ölmarkt hat sich zum Wochenausklang ein Preisrückgang bemerkbar gemacht. Dabei verbilligte sich das Barrel der Nordseesorte Brent für den April-Handel auf 77,23 US-Dollar und lag somit 1,46 Dollar unter dem Vortagsniveau. Parallel dazu sank der Preis für die amerikanische Ölvariante West Texas Intermediate (WTI) mit einer Lieferfrist im März um 1,54 Dollar auf 72,29 Dollar.

Die Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts am Freitagnachmittag setzte die Ölpreise unter Druck. Insbesondere der robuste Beschäftigungszuwachs in den Vereinigten Staaten deutet darauf hin, dass kurzfristige Leitzinssenkungen eher unwahrscheinlich sind. In Folge dessen steigt die Befürchtung, dass höhere Zinsen das Wirtschaftswachstum abkühlen könnten, was sich in der Regel negativ auf die Ölnachfrage auswirkt. Zusätzlich sorgt der anziehende Dollarkurs dafür, dass das in der US-Währung gehandelte Rohöl für Investoren, die andere Währungen verwenden, teurer wird.

Über die gesamte Woche betrachtet, zeichnen sich für die Ölpreise auch aufgrund von Angebotsüberschüssen abseits der Opec-Staaten markante Einbußen ab. Lager- und Produktionszahlen aus den USA haben diese Tendenz bestätigt. Darüber hinaus drücken Sorgen um eine nachlassende Nachfrage, angetrieben durch eine weltweit schwächelnde Konjunktur, auf die Preise.

Trotz dieser Entwicklungen tragen geopolitische Unsicherheiten dazu bei, dass die Ölpreise nicht noch tiefer fallen. Konflikte wie der Gaza-Konflikt, Attacken der Huthi-Milizen auf Schiffe im Roten Meer und Spannungen zwischen den USA und Iran schaffen Risiken, die tendenziell stützend für den Ölmarkt wirken. Allerdings könnten Fortschritte bei diplomatischen Verhandlungen – konkret bei der Freilassung israelischer Geiseln – das Risikoempfinden der Anleger mindern und somit für Entlastung an den Märkten sorgen, wie Informationen von Bloomberg nahelegen.