14. April, 2024

Märkte

Rückgang bei US-Staatsanleihen durch robuste Konjunkturdaten

Rückgang bei US-Staatsanleihen durch robuste Konjunkturdaten

Der Handelstag begann zunächst vielversprechend, doch für die US-Staatsanleihen schlug das Blatt schnell um. Die Kurse der Papiere mussten Verluste hinnehmen, welche sich im weiteren Tagesverlauf noch ausweiteten. Der sogenannte T-Note-Future – ein Terminkontrakt auf zehnjährige Staatsanleihen – gab signifikant nach und erreichte zuletzt einen Stand von 109,95 Punkten, was einem Minus von 0,78 Prozent entspricht. Die Anleger erlebten somit eine regelrechte Zinsbewegung, denn die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen kletterte im Umkehrschluss auf 4,33 Prozent.

Den Ausschlag dafür gaben überraschend positive Konjunkturdaten, die von Experten und Anlegern gleichermaßen aufmerksam beobachtet wurden. Die jüngsten Zahlen zur Stimmung in der US-Industrie übertrafen die Erwartungen und dämpften damit die vorherigen Hoffnungen auf eine mögliche baldige Lockerung der Geldpolitik durch die Zentralbank, also Zinssenkungen. Der Einkaufsmanagerindex ISM, ein wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Entwicklung, verzeichnete einen Anstieg von 47,8 auf 50,3 Punkte. Diese Bewegung durchbricht erstmals seit dem vergangenen September die kritische Marke von 50 Punkten, was auf eine Expansion des industriellen Sektors hindeutet – ein Lebenszeichen der Industrie, das Investoren und Analysten gleichermaßen aufhorchen lässt.

Anleger, die die geldpolitischen Signale genau verfolgen, sehen in den optimistischen Konjunkturdaten einen möglichen Vorboten für eine weniger akkommodierende Haltung der Federal Reserve. Die Hoffnung auf Entlastung durch sinkende Zinsen weicht somit einer neuen Realität: robuste Wirtschaftsdaten könnten eine straffere Geldpolitik rechtfertigen.