28. Februar, 2024

Märkte

Rohstoffmärkte im Sog der Währungsdynamik: Ölpreise setzen Talfahrt weiter fort

Rohstoffmärkte im Sog der Währungsdynamik: Ölpreise setzen Talfahrt weiter fort

In der neuesten Entwicklung auf dem globalen Rohstoffmarkt zeigen die Ölpreise weiterhin eine rückläufige Tendenz. Der Handelstag begann mit einer kurzzeitigen Erholung, die jedoch nicht anhalten konnte. Stattdessen gaben die Preise im weiteren Tagesverlauf erneut nach und knüpften somit an die dynamische Abwärtsbewegung an, die bereits in der Vorwoche zu beobachten war. Zur Mittagsstunde wurde das Barrel der Sorte Brent für den April bei 76,81 US-Dollar gehandelt, mit einem Rückgang von 52 Cent gegenüber dem vorherigen Handelstag. Für die amerikanische Sorte West Texas Intermediate lag der März-Preis bei 71,68 US-Dollar, 60 Cent weniger als am Freitag. Marktkenner sehen den wiedererstarkten US-Dollar als maßgeblichen Faktor für diese Entwicklung. Jüngste positive Impulse aus dem amerikanischen Arbeitsmarkt sowie Kommentare von Jerome Powell, dem Vorsitzenden der Federal Reserve, standen entgegen der Erwartungen schneller Zinssenkungen und begünstigten damit die Aufwertung der US-Währung. Diese Stärke des Dollars verteuert den in dieser Währung gehandelten Rohstoff, was wiederum eine dämpfende Wirkung auf die Nachfrage und damit auf die Preise ausübt. Hinzu kam, dass ein umfangreiches Angebot an Rohöl, das von Produzenten außerhalb des Ölkartells Opec bereitgestellt wurde, auf die Preise drückte. Dieses führte bereits in der vergangenen Woche zu einem merklichen Einbruch der Notierungen. Dabei konnte selbst die Besorgnis über eine mögliche Zuspitzung der geopolitischen Lage im Nahen Osten die Preistrends nur vorübergehend beeinflussen. Hervorgehoben wird dies durch die verstärkten militärischen Aktivitäten der USA und Großbritanniens am Wochenende gegen Huthi-Rebellen, die von Iran unterstützt werden. Die Militärschläge, die als die intensivsten seit Beginn der verbündeten Initiativen im Januar gelten, unterstreichen die kritische Sicherheitslage. Die aggressiven Vorgehen der Huthi gegen Handelsschiffe im Roten Meer während des Gaza-Krieges heben zudem die Bedeutung dieser Region als strategischen Knotenpunkt im internationalen Ölhandel hervor. In diesem komplexen Gefüge von Währungsbewegungen und geopolitischen Spannungen bleibt die Rohstoffbranche ein Feld aufmerksamer Beobachtung und strategischer Überlegungen für Marktakteure.