24. Mai, 2024

Wirtschaft

Richtungswechsel im Iran: Neue Wochenstruktur verabschiedet

Richtungswechsel im Iran: Neue Wochenstruktur verabschiedet

Der Iran richtet seine Arbeitswoche neu aus. Das Parlament des Landes hat einen Gesetzentwurf verabschiedet, der den Beginn der Arbeitswoche auf Sonntag festlegt. Zusätzlich soll die Wochenarbeitszeit von derzeit 44 Stunden auf 40 Stunden reduziert werden. Das Gesetz durchläuft nun die letzte Überprüfung durch den Wächterrat, der die Einhaltung der Verfassung sicherstellen soll.

Die offiziellen Medien des Landes, darunter der staatliche Rundfunk, berichteten über diese Neuerungen und kündigten an, dass die Änderungen voraussichtlich Ende Juni wirksam werden. Mit dieser Anpassung strebt der Iran eine bessere internationale Anbindung im wirtschaftlichen Sektor an. Die bisherige Regelung, nach der der Samstag den Wochenstart markierte und der Freitag als Ruhetag galt – ein Standard in vielen islamischen Ländern –, stieß auf Kritik bei Wirtschaftsvertretern. Insbesondere bemängelten sie eine dadurch entstehende Inkompatibilität mit dem Arbeitsrhythmus in anderen Teilen der Welt, wo das Wochenende bereits eingeläutet wird, während im Iran die Arbeitswoche gerade erst beginnt.

Durch die Synchronisierung des Wochenbeginns mit vielen anderen Ländern erhofft sich der Iran, den Geschäftsverkehr und internationale Kooperationen zu erleichtern und zu stärken.