29. Februar, 2024

Märkte

Renk setzt Börsenpläne in die Tat um – Stärkung durch neue Großaktionäre

Renk setzt Börsenpläne in die Tat um – Stärkung durch neue Großaktionäre

Die finanzielle Landschaft der deutschen Rüstungsindustrie verschiebt sich: Renk, der Augsburger Spezialist für Panzergetriebe, bringt seine Aktienpläne an die Frankfurter Wertpapierbörse. Nachdem das Marktdebüt im vergangenen Herbst aufgrund schwieriger Bedingungen auf Eis gelegt wurde, erstrahlen die Ambitionen des Unternehmens nun in neuem Glanz. Am Mittwoch sollen die Papiere erstmals im regulierten Markt gehandelt werden, ein Schritt, der sowohl vom Hersteller als auch von der Deutschen Börse angekündigt wurde.

Der Preis für die angebotenen Anteile ist auf 15 Euro je Aktie festgesetzt, insgesamt will Renk 30 Millionen Aktien auf den Markt bringen und damit 30 Prozent seiner Unternehmensanteile abdecken. Mit dem Verkauf erwarten die Schwaben eine Stärkung ihrer Kassen um 450 Millionen Euro.

Während Triton, der Finanzinvestor und bisherige Eigner von 70 Prozent der Anteile, an seinem Mehrheitspaket festhalten möchte, wird Renk mit dem Börsengang auch einen neuen starken Partner an Bord holen. KNDS, ein Rüstungszusammenschluss von Krauss-Maffei Wegmann und Nexter, beabsichtigt, Aktien im Volumen von 100 Millionen Euro zu erwerben. Eine weitere Kaufoption könnte KNDS zudem in die Lage versetzen, die Beteiligung auf 25,01 Prozent zu erhöhen.

Nicht zu vergessen ist Wellington Management Company LLP, das als weiterer Ankerinvestor ins Spiel kommt und Aktien im Wert von 50 Millionen Euro erhält. Renk, mit über 3400 Mitarbeitern und Standorten weltweit, hat in der Zwischenzeit einen Umsatz von fast einer Milliarde Euro im Visier, dank eines Rüstungsbooms, welcher vom andauernden Ukraine-Krieg befeuert wird.

Die präzisen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr stehen noch aus, doch scheint die Stimmung bei Renk optimistisch. Mit neuen Aktionären und frischem Kapital im Rücken bereitet sich das Unternehmen darauf vor, seine Erfolgsgeschichte fortzuschreiben.