19. April, 2024

Märkte

Renditen ziehen an: US-Konjunkturdaten drücken auf Staatsanleihen

Renditen ziehen an: US-Konjunkturdaten drücken auf Staatsanleihen

An den US-Anleihemärkten registriert man einen spürbaren Rückgang bei den Kursen der Staatsanleihen. Mit einem Abschlag von 0,19 Prozent auf 109,52 Punkte zu Handelsbeginn rückte der T-Note-Future – die Benchmark für zehnjährige Anleihen – in den Fokus der Investoren. Dies führte zu einer inversen Reaktion bei den Renditen, welche auf 4,39 Prozent kletterten und einen klaren Trend am Kapitalmarkt erkennen ließen.

Analysten verweisen auf aktuelle konjunkturelle Indikatoren, welche die Erwartungen an eine näherückende Zinskorrektur nach unten dämpfen. Der Mittwoch präsentierte sich als ein solcher Moment, bei dem die Renditen ihren Weg nach oben fanden.

Verantwortlich für das Anziehen der Renditen sind neu veröffentlichte Zahlen aus dem Arbeitsmarkt. Hier übertraf die Privatwirtschaft der Vereinigten Staaten die Prognosen mit dem stärksten Zuwachs an neuen Stellen seit Juli des vergangenen Jahres. Statt der vorhergesagten 150.000 neuen Jobs im Monat März wurden beeindruckende 184.000 verzeichnet – ein klares Signal für einen robusten Arbeitsmarkt.

Diese Entwicklung wirkt sich unmittelbar auf die Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve aus. Die positive Lage im Arbeitsmarkt unterstützt die Lohnentwicklung und kann eine treibende Kraft für steigende Verbraucherpreise sein. Obwohl im Laufe des Jahres mit Zinssenkungen gerechnet wird, könnten die aktuellen starken Wirtschaftsdaten die Spekulationen über eine zeitnahe Reduzierung der Zinsraten bremsen.

Im weiteren Tagesverlauf könnten zusätzliche Impulse von neuen US-Konjunkturzahlen ausgehen. Besondere Beachtung findet hierbei der Einkaufsmanagerindex ISM für den Dienstleistungssektor, der als wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Entwicklung gilt.