12. Juli, 2024

Märkte

Renditen deutscher Anleihen steigen: Auswirkungen globaler Notenbank-Entscheidungen

Renditen deutscher Anleihen steigen: Auswirkungen globaler Notenbank-Entscheidungen

Die Kurse deutscher Bundesanleihen erlebten am Donnerstag eine leichte Korrektur nach unten. Der maßgebliche Euro-Bund-Future verlor bis zum späten Nachmittag 0,10 Prozent und notierte bei 132,29 Punkten. Parallel dazu kletterte die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen auf 2,43 Prozent.

Die insgesamt positive Stimmung an den Aktienmärkten übte Druck auf die Bundesanleihen aus. In der Eurozone wurden keine entscheidenden Konjunkturdaten veröffentlicht. In den USA hingegen sank die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche erstmalig seit Mitte Mai, was ebenfalls die Anleiherenditen in Deutschland leicht steigen ließ.

Zeitgleich hat die Schweizerische Nationalbank (SNB) zum zweiten Mal in diesem Jahr ihren Leitzins gesenkt. Die Märkte hatten diesen Schritt teils erwartet, obwohl viele Bankvolkswirte von einem unveränderten Zinsniveau ausgegangen waren. Im Gegensatz zum allgemeinen Trend sanken die Renditen schweizerischer Staatsanleihen in Folge dieser Entscheidung.

Die Bank of England entschied, ihren Leitzins unverändert zu lassen, was den Erwartungen der meisten Bankvolkswirte entsprach. Es ist bereits das siebte Mal in Folge, dass die britische Zentralbank diese Entscheidung trifft. Angesichts der rückläufigen Inflation werden Zinssenkungen im weiteren Jahresverlauf jedoch als wahrscheinlich angesehen, auch wenn der genaue Zeitpunkt noch unklar bleibt. Die Renditen britischer Staatsanleihen reagierten mit einem leichten Rückgang.