29. Februar, 2024

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Rekordjubel an Wall Street: Tech-Riesen und robuste Arbeitsmarkt sorgen für Höhenflug

Rekordjubel an Wall Street: Tech-Riesen und robuste Arbeitsmarkt sorgen für Höhenflug

Mit beeindruckenden Quartalszahlen von US-Technologiekonzernen und einem überraschend starken Arbeitsmarktbericht hat die Wall Street am Freitag neue Gipfel erklommen. Experten zeigen sich im Licht der jüngsten Jobdaten optimistisch, heben aber hervor, dass die Hoffnungen auf eine baldige Zinssenkung schwinden. Der Bericht könnte das Szenario einer sanften ökonomischen Abkühlung durchkreuzen und signalisiert vielmehr eine wirtschaftliche Vollbeschäftigung.

Die bedeutenden Aktienindizes der USA verzeichneten erneut Spitzenwerte. Der Dow Jones Industrial näherte sich der 39.000-Punkte-Marke und konnte einen Tagesgewinn von 0,35 Prozent verbuchen, was auf Wochenbasis einem Plus von 1,4 Prozent entspricht. Der breit gefasste S&P 500 strebt die 5.000-Punkte-Schwelle an und endete mit einem Anstieg von 1,07 Prozent, während der Nasdaq 100 mit einem Gewinn von 1,72 Prozent den Handelstag beendete und in der Woche um 1,3 Prozent zulegte.

Ein massiver Stellenzuwachs im Januar und ein deutlicher Anstieg der Stundenlöhne sprechen für einen auf Hochtouren laufenden US-Arbeitsmarkt. Diese Entwicklung steht besonders bei der US-Notenbank Fed im Fokus, welche die Inflation genauestens im Auge behält.

Die Technologiebranche stand besonders im Rampenlicht, wobei vor allem Meta und Amazon glänzen konnten. Meta legte nach überzeugenden Quartalsergebnissen mit einem Kursgewinn von 20,3 Prozent eine Rekordrally hin, was einen historischen Wertzuwachs von fast 200 Milliarden US-Dollar bedeutete – der höchste je in einem Tag gesehene Anstieg. Am Erfolg des Unternehmens zeigten sich nicht nur die Wachstumszahlen des Werbegeschäfts von Facebook und Instagram, sondern auch der angekündigte Dividendenzahlungsbeginn beteiligt. Branchenanalysten erhöhen ihre Kursziele und bekräftigen Kaufempfehlungen.

Amazon folgte mit einem Zuwachs von 7,9 Prozent und übertraf zeitweilig die Google-Mutter Alphabet in Bezug auf den Marktwert. Zum Handelsschluss gleichen sich die Marktkapitalisierungen jedoch wieder an. Der Online-Handelsriese erfreut sich an positiven Kommentaren der Analysten, welche auf dessen wachsende Umsätze in der Cloud-Sparte und wachsende Margen verweisen.

Für Apple hingegen gab es enttäuschte Mienen, da Bedenken über China und ein weniger vielversprechender Ausblick die Stimmung trübten. Chevron stach mit einem Anstieg von 2,9 Prozent nach guten Ergebnissen und einer angekündigten Dividendenerhöhung hervor. Exxonmobil hingegen konnte die Erwartungen nicht ganz erfüllen und verzeichnete ein Minus von 0,4 Prozent. Der Pharmakonzern Bristol Myers Squibb blieb stabil, während Skechers einen Verlust von 10,3 Prozent hinnehmen musste. Für Amer Sports gab es einen Aufschwung von 11,6 Prozent nach dem wenig überzeugenden Börsengang am Vortag.

Der Euro gab nach den starken US-Arbeitsmarktdaten nach und erreichte einen Wechselkurs von 1,0793 Dollar. Der festgesetzte Referenzkurs der EZB lag zuvor bei 1,0883 Dollar. Auf dem Rentenmarkt fiel der T-Note-Future um 1,04 Prozent und die Rendite stieg auf 4,03 Prozent.