16. Juni, 2024

Politik

Regionale Mächte festigen Bande: Ostasiens Dreier-Gipfeltreffen belebt Wirtschaftskooperation

Regionale Mächte festigen Bande: Ostasiens Dreier-Gipfeltreffen belebt Wirtschaftskooperation

Nach einer langen Pause haben Südkorea, China und Japan ihr erstes Dreier-Gipfeltreffen seit viereinhalb Jahren abgehalten und setzen dadurch ein Signal der Wiederaufnahme einer effektiven trilateralen Zusammenarbeit. Präsident Südkoreas, Yoon Suk Yeol, und die Ministerpräsidenten von Japan, Fumio Kishida, sowie von China, Li Qiang, haben sich in Seoul auf eine Vertiefung ihrer wirtschaftlichen Beziehungen geeinigt. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Wiederbelebung der Gespräche hinsichtlich eines trilateralen Freihandelsabkommens. Darüber hinaus bekräftigten die Staatsführer ihr gemeinsames Ziel, eine atomwaffenfreie Koreanische Halbinsel zu erreichen, und riefen nach einer friedlichen Lösung der dortigen Konflikte, ohne explizite Erwähnung des nordkoreanischen Atomprogramms.

Die Bedeutung der Erneuerung ihrer trilateralen Kooperation wurden von allen drei Staaten dogmatisch unterstrichen, insbesondere mit der Vereinbarung, künftig regelmäßige Treffen zu pflegen. Der Austausch von Seiten der Menschen soll nicht nur im wirtschaftlichen Sektor, sondern auch in der nachhaltigen Entwicklung, Gesundheitswesen, Wissenschaft, Technologie und beim Katastrophenmanagement intensiviert werden, was die Erforderlichkeit eines starken Bündnisses legitimiert.

Die Corona-Pandemie und bilaterale Differenzen zwischen den Ländern hatten zuletzt eine Kontinuität solcher Gipfel verhindert, seitdem sie zuletzt im Dezember 2019 zusammentrafen. Das aktuelle Gipfeltreffen spiegelt auch die gegenwärtigen geostrategischen Spannungen in der Region wider, insbesondere im Licht der wachsenden Rivalität zwischen China und den USA. Während Südkorea und Japan traditionell tiefgreifende Handelsbeziehungen zu China pflegen, teilen sie zugleich Bedenken bezüglich der aufstrebenden Bestrebungen Pekings, die sie gemeinsam mit den Vereinigten Staaten beunruhigen. In Abwehrhaltung kritisiert China seinerseits die militärische Nähe Südkoreas und Japans zu den USA.