19. Mai, 2024

Wirtschaft

Rechtsstreit um Markenrechte: Haas Automation verklagt Ex-Formel-1-Teamchef Steiner

Rechtsstreit um Markenrechte: Haas Automation verklagt Ex-Formel-1-Teamchef Steiner

Ein Konflikt im Formel-1-Zirkus landet vor Gericht: Haas Automation – der Sponsor des gleichnamigen Formel-1-Rennstalls – hat eine Klage gegen den ehemaligen Teamchef Günther Steiner und den Verlag Ten Speed Press eingereicht. Im Fokus des Rechtsstreits steht ein angeblicher Verstoß gegen Markenrechte.

Die Auseinandersetzung folgt auf eine Klage Steiners gegen Haas Formula, LLC wegen angeblich unbezahlter Provisionen und unbefugter Nutzung seines Abbildes. Haas Automation wirft Steiner nun vor, ein Buch mit dem Titel "Surviving to Drive" veröffentlicht und dabei Markenzeichen sowie den Markenauftritt des Unternehmens ohne Erlaubnis verwendet zu haben. Die Kläger behaupten, dass Steiner durch den Verkauf des Werkes persönlich finanzielle Vorteile erlangt habe.

Das von Haas Automation eingereichte Dokument weist darauf hin, dass das Unternehmen seinen Unmut über die Nutzung seiner Markenzeichen durch Steiner geäußert habe, jedoch ohne Erfolg. Die Anwälte fanden heraus, dass Steiners Buch bereits einen Umsatz von schätzungsweise 4,5 Millionen US-Dollar erzielt und mehr als 150.000 Exemplare verkauft habe.

Es wird weiterhin angeführt, dass der Verlag Ten Speed Press von der exklusiven Besitzerschaft der Markenrechte durch Haas Automation gewusst habe, aber keine Genehmigung zur Verwendung eingeholt habe. Der Haas-Rennstall selbst wollte sich nicht zum Vorgang äußern.

Steiners Buch ist trotzdem weiterhin über digitale und physische Verkaufskanäle verfügbar. Die Klage umfasst vier Anspruchsbereiche, darunter Verletzung eingetragener Markenrechte, Verletzung des Produktimages, falsche Herkunftsbezeichnung und unlauterer Wettbewerb nach kalifornischem Common Law. Ebenfalls Teil der Einreichung sind Abbildungen aus dem Buch sowie ein Verzeichnis der geschützten Symbole von Haas Automation.

Das Automatisierungsunternehmen fordert Schadensersatz und strebt eine Juryverhandlung an. Steiner, der seit 2014 als Teamchef für Haas tätig war, hat trotz der nicht verlängerten Zusammenarbeit weiterhin Präsenz im Fahrerlager gezeigt.