Zwischen Arm und Qualcomm entbrennt ein juristischer Kampf, der die aufkommende Welle von KI-fähigen PCs ins Wanken bringen könnte. Am Montag startet der Gerichtsprozess in Delaware, der sich schon über zwei Jahre hinzieht. Im Kern geht es um die Lizenzvereinbarungen für Arms Technologie, die Qualcomm für seine KI-Chips nutzt. Das Verfahren wird mit einer Jury ausgetragen, die am Freitag ausgewählt wurde. Beide Parteien haben jeweils etwa 11 Stunden, um ihre Argumente zu präsentieren. Hochrangige Zeugen sind geladen, darunter der CEO von Arm, Rene Haas, der CEO von Qualcomm, Cristiano Amon, sowie Gerard Williams, Gründer von Nuvia und ehemaliger hochrangiger Manager bei Apple, der nun bei Qualcomm tätig ist. Die zentrale Streitfrage dreht sich um Qualcomms Lizenzvereinbarung nach der Übernahme von Nuvia für 1,4 Milliarden Dollar im Jahr 2021. Diese Akquisition, durchgeführt von ehemaligen Apple-Ingenieuren, spielt eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung neuer KI-Chips für PCs. Qualcomm ist der Überzeugung, dass bestehende Lizenzrechte für seine CPU-Designs ausreichend sind. Arm hingegen fordert, dass Qualcomm die Nuvia-Designs zerstört und besteht auf einer Neuverhandlung der Lizenzbedingungen. SoftBank, der britische Eigentümer von Arm, brachte das Unternehmen 2023 in den USA an die Börse. Analysten schätzen, dass Qualcomm jährlich rund 300 Millionen Dollar Gebühren an Arm zahlt. Eine Entscheidung in diesem Fall könnte weitreichende Folgen für die gesamte Halbleiterindustrie haben.
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Rechtsstreit um Chip-Lizenzen: Arm gegen Qualcomm im Fokus