15. Juli, 2024

Wirtschaft

Ramelow: Keine Preiserhöhung beim Deutschlandticket ohne Alternativen finanzieren

Ramelow: Keine Preiserhöhung beim Deutschlandticket ohne Alternativen finanzieren

Der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow, Vertreter der Linken, hat sich vehement gegen eine mögliche Preiserhöhung des Deutschlandtickets im kommenden Jahr ausgesprochen. Seiner Ansicht nach sei eine Preissteigerung unzumutbar, es sei denn, es werden zunächst Finanzierungsmöglichkeiten für eine stabile Preisgestaltung erforscht.

Ramelow äußerte diese Meinung während einer Wahlkampfveranstaltung in Erfurt und schlug vor, das Dienstwagenprivileg auf Mittelklasse-Pkw zu beschränken. Premiumfahrzeuge und große SUVs sollten von dieser steuerlichen Vergünstigung ausgeschlossen werden. "Dann wäre Geld da für das Deutschlandticket", erklärte er.

Das Dienstwagenprivileg erlaubt es Nutzern, ihre Dienstfahrzeuge auch privat zu verwenden und bringt dem Staat jährliche Steuerausfälle in Milliardenhöhe. Gleichwohl handelt es sich bei Dienstwagen um ein bedeutendes Marktsegment für einige der großen deutschen Automobilhersteller.

Während die Verkehrsminister der Länder vergangene Woche beschlossen, den Preis des Deutschlandtickets im laufenden Jahr bei 49 Euro zu belassen, soll es 2025 jedoch zu einer Preisanpassung kommen. Wie hoch sich der Preis entwickeln wird, bleibt im Kontext der Haushaltskonsolidierung des Bundes allerdings noch unklar.