24. Mai, 2024

Politik

Putins Weg nach Peking: Signale der Zusammenarbeit unter Atommächten

Putins Weg nach Peking: Signale der Zusammenarbeit unter Atommächten

Wladimir Putin begibt sich auf eine diplomatische Mission: Sein erster Auslandsbesuch nach Amtsantritt führt ihn nach China. Die chinesische Führung erwartet den russischen Präsidenten am kommenden Donnerstag zu substantiellen Gesprächen in Peking – ein Aufenthalt, der die gewachsenen Bande zwischen den Ländern weiter festigt. Die Agenda des Staatsbesuchs ist prall gefüllt: Neben der bilateralen Zusammenarbeit stehen auch brisante Themen der globalen Politik an. Am Freitag soll dann als Ergebnis der Gespräche eine gemeinsame Erklärung zu Tage treten, flankiert von der feierlichen Unterzeichnung mehrerer Abkommen.

Im Zeichen des Jubiläums werden Putin und sein Gastgeber Xi Jinping auch der 75-jährigen Historie der diplomatischen Beziehungen beider Länder Ehre zollen. Währenddessen behält China gegenüber dem Konflikt in der Ukraine eine neutrale Position bei und schickt damit ein subtiles Signal der Unterstützung an Russland, das von westlichen Nationen für seine militärischen Handlungen scharf kritisiert wird.

Der Besuch untermauert nicht nur die persönlichen Bande der Staatsoberhäupter, die sich 2018 zuletzt auf Staatsbesuchsebene begegneten, sondern auch die wirtschaftliche Verflechtung. Während China auf russische Rohstoffe setzt, finden chinesische Autos ihren Weg auf den russischen Markt. Ein Highlight wird Putins Teilnahme an einer russisch-chinesischen Messe in Harbin sein, einem wichtigen Handelsereignis für beide Seiten.

Die bilateralen Handelsvolumina beeindrucken: zuletzt lagen sie bei stattlichen 240 Milliarden US-Dollar. Gewiss ein Erfolg, der jedoch in westlichen Kreisen Argwohn weckt. Die USA beschuldigen chinesische Unternehmen, Russland militärisch zu stützen und haben damit einige auf die Sanktionslisten gesetzt. China hingegen pocht auf seine wirtschaftliche Autonomie und lehnt jede Form der Einmischung kategorisch ab.

Die bevorstehenden Gespräche in Peking könnten also weit mehr als nur eine Fortsetzung der traditionellen Freundschaft bedeuten – sie versprechen die strategischen Weichen für die Zukunft zu stellen.