14. Juli, 2024

Politik

Putins Staatsbesuch in Vietnam: Gespräche und strategische Partnerschaften im Fokus

Putins Staatsbesuch in Vietnam: Gespräche und strategische Partnerschaften im Fokus

Der russische Präsident Wladimir Putin ist nach seiner Nordkorea-Reise nun in Hanoi, der Hauptstadt Vietnams, eingetroffen. Die russische Nachrichtenagentur Interfax berichtete dies am Mittwochabend. Bei seiner Ankunft wurde Putin mit militärischen Ehren empfangen, allerdings fiel diese Zeremonie weniger hochrangig aus als in Pjöngjang, wo ihn Kim Jong Un persönlich begrüßt hatte.

Putin folgt einer Einladung des Generalsekretärs der kommunistischen Partei, Nguyen Phu Trong. Auch Treffen mit dem Präsidenten To Lam und dem Regierungschef Pham Minh Chinh sind geplant. Hauptthemen der Gespräche sind „Zustand und Perspektiven der weiteren Entwicklung einer allumfassenden strategischen Partnerschaft zwischen Russland und Vietnam“. Diese Partnerschaft umfasst Bereiche wie Handel und Wirtschaft, Forschung und Technologie sowie humanitäre Themen. Auch internationale Politikfragen sollen während des zweitägigen Besuchs besprochen werden.

Ein weiterer Programmpunkt ist das Treffen mit vietnamesischen Studenten, die in Russland oder vormals in der Sowjetunion studiert haben. Die historischen Beziehungen zwischen beiden Ländern sind seit Sowjetzeiten von Partnerschaft geprägt, bedingt auch durch Moskaus Unterstützung Hanois während des Vietnamkriegs.

Angesichts der westlichen Sanktionen wegen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine, sucht Putin nach neuen Partnern im Osten. Beobachtern zufolge geht es ihm dabei auch um mögliche Waffenlieferanten. Vietnam behält in diesem Konflikt offiziell eine neutrale Haltung. Putins Delegation umfasst neben dem stellvertretenden Verteidigungsminister Alexander Fomin auch Dmitri Schugajew, den Chef der russischen Behörde für militärisch-technische Zusammenarbeit, sowie Alexander Michejew, den Direktor des Rüstungskonzerns Rosoboronexport.