23. Juni, 2024

Politik

Putin und Lukaschenko besiegeln wirtschaftliche und militärische Kooperation

Putin und Lukaschenko besiegeln wirtschaftliche und militärische Kooperation

In einer Reihe hochrangiger Treffen haben sich der russische Staatschef Wladimir Putin und sein belarussischer Amtskollege Alexander Lukaschenko zu weitreichenden wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Abkommen verpflichtet. Bei den Gesprächen, die am Donnerstagabend in Minsk begannen und am darauffolgenden Tag fortgesetzt wurden, standen sowohl die Vertiefung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit als auch brisante Sicherheitsthemen im Mittelpunkt.

Ein Kernpunkt der Beratungen war die Teilnahme belarussischer Soldaten am russischen Manöver mit taktischen Atomwaffen. Putin verlautbarte, dass in einer zweiten Phase des Manövers auch Streitkräfte aus Belarus involviert sein werden. Diese Übungen, die unter anderem im Nachbarland stattfinden, werden als Versuch gedeutet, westlichen Ländern Signale der Stärke zu übermitteln – speziell in Bezug auf die Unterstützung der Ukraine.

Die vertiefte Integration beider Länder wurde auch von Lukaschenko hervorgehoben. Nachdem er sich 2020 inmitten von Wahlbetrugsvorwürfen und Protestaktionen lediglich mit russischer Unterstützung im Amt behaupten konnte, zeigt sich seine Abhängigkeit von Moskau stärker denn je.

Putin, der im Mai bereits seine fünfte Amtszeit antrat und zunächst China besuchte, bekräftigt mit diesen Gesprächen seinen Fokus auf die eurasische Partnerschaft. Nach dem Treffen in Belarus wird erwartet, dass Putin seine diplomatische Reise fortsetzt und am Sonntag und Montag in Usbekistan zu Gesprächen eintrifft.