29. Februar, 2024

Politik

Putin schließt Einmarsch in Nato-Länder aus – bis auf eine Bedingung

Putin schließt Einmarsch in Nato-Länder aus – bis auf eine Bedingung

In einer jüngsten Interviewaussage erteilte der russische Staatspräsident Wladimir Putin der Idee eines russischen Einmarsches in Nato-Mitgliedsländer wie Polen und Lettland eine klare Absage. Einzige Ausnahme bilden hingegen direkte militärische Angriffe dieser Staaten auf Russland. Während eines Interviews mit dem US-Talkmaster Tucker Carlson, welches zur Primetime in Amerika ausgestrahlt wurde, konstatierte Putin, dass sein Land keinerlei Interesse an einer Expansion auf Kosten dieser Länder hätte. Darüber hinaus fügte er hinzu, dass der Gedanke an einen globalen Krieg dem gesunden Menschenverstand entgegenstehe.

Das ursprünglich in Moskau aufgezeichnete Gespräch, das in der deutschen Nacht zum Freitag online auf Carlsons Website und der Social-Media-Plattform X veröffentlicht wurde, bezeichnete Putin außerdem Nato-Vertreter als Verbreiter einer 'imaginären russischen Bedrohung'. Sie würden damit lediglich Angst unter der Bevölkerung säen.

Der US-Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrats, John Kirby, verwies in Washington darauf, Putins Äußerungen im Interview mit Vorsicht zu genießen. Er mahnte, das Publikum solle bedenken, dass es den Worten Putins lausche.

Tucker Carlson, ein umstrittener US-Moderator, ist insbesondere für die Verbreitung von Verschwörungstheorien bekannt und wurde nach einer erfolgreichen Abendsendung von Fox News entlassen, ohne dass genaue Gründe für sein Ausscheiden angegeben wurden. Seine Sendung hatte er häufig für Angriffe auf die Demokratische Partei und hetzerische Kommentare gegen Minderheiten genutzt. Nach seiner Entlassung etablierte Carlson eine neue Show auf der Plattform X.