19. Mai, 2024

Wirtschaft

Protestwelle schwappt über Tesla-Gelände in Grünheide

Protestwelle schwappt über Tesla-Gelände in Grünheide

Die Spannungen in Grünheide nehmen zu: Eine Gruppe von Aktivisten unternahm am Freitag einen Vorstoß, um auf das Gebiet der Tesla-Fabrik in der Region vorzudringen. Noch konnten die Versuche von der Polizei abgewehrt werden, jedoch wurden bereits erste Barrieren in Form von Zäunen durch die Demonstranten überwunden, wie aus den Behörden verlautete. Die Situation vor Ort bleibt angespannt und wird als 'dynamisch' eingestuft. Bei den Auseinandersetzungen rund um das Werksgelände kam es bereits zu Verletzungen einer Demonstrantin und drei behördlichen Einsatzkräften. Ferner führten die Unruhen zu mehreren Festsetzungen durch die Polizei.

Die Abschirmung des Areals, auf dem das einzige europäische Tesla-Werk betrieben wird, hat die Polizei intensiviert und dazu mehrere Verkehrswege inklusive Autobahnausfahrten blockiert. Die Demonstranten ließen sich jedoch nicht abhalten und bildeten zusätzlich Sitzblockaden auf einer nahgelegenen Landstraße.

Nicht nur am Werk selbst, sondern auch auf dem nahen Flugplatz Neuhardenberg kam es zu Protestaktionen. Dort traten maskierte Personen auf und veranstalteten pyrotechnische Shows. Derzeit behaupten sie ihren Standpunkt mittels einer Sitzblockade.

Seit Mittwoch werden im Zuge der geplanten Ausdehnung der Tesla-Fabrik in Grünheide Protesttage von Gegnern des Autobauers organisiert. Nahe der Fabrik engagieren sich Klimaaktivisten bereits seit Ende Februar in Baumhaus-Camps gegen die Arealerweiterung und die damit einhergehende Rodung von Waldflächen. Ein juristischer Disput bezüglich des Abbaus der Baumhäuser ist im Gange, während die Polizei auf deren Entfernung drängt.