18. Juli, 2024

Politik

Proteste gegen LNG-Terminal auf Rügen: Aktivisten zeigen Präsenz

Proteste gegen LNG-Terminal auf Rügen: Aktivisten zeigen Präsenz

Am Wochenende kam es erneut zu Protesten gegen das geplante LNG-Terminal auf der Insel Rügen. Die Gruppe Letzte Generation mobilisierte rund 150 Personen zu einer Demonstration oberhalb des Seehafens Mukran. Obwohl die Versammlung zunächst friedlich verlief, blockierten im Anschluss etwa 30 Demonstranten die L29 im Kreuzungsbereich zum Hafen für rund zwei Stunden. Am Sonntag erfolgte eine Mahnwache, die ohne Zwischenfälle endete. Am Vortag hingegen musste die Polizei eingreifen: 18 Personen wurden von der Straße getragen, 20 Platzverweise ausgesprochen. Vier Aktivisten, die sich nicht an die Platzverweise hielten, wurden in Gewahrsam genommen. Bereits am Samstagmorgen hatten Aktivisten in Kanus nahe dem Terminal ein Banner mit der Aufschrift "Sauberes Gas - dreckige Lüge" entrollt. In ihrem Aufruf, der über den Kurznachrichtendienst X verbreitet wurde, äußerte die Letzte Generation scharfe Kritik: "Auf Rügen wird ein LNG-Terminal gebaut, obwohl die Bevölkerung sich dagegen ausgesprochen hat und massive Umweltzerstörung damit einhergeht." Weitere Aktionen sind für den Montag geplant. Die Bundesregierung verteidigt das Projekt unter Hinweis auf die Versorgungssicherheit. Die jüngsten geopolitischen Spannungen, insbesondere der russische Angriff auf die Ukraine, haben den Druck auf Deutschland erhöht, eine unabhängige Importinfrastruktur für LNG auszubauen und sich somit von russischem Gas unabhängiger zu machen.