29. Februar, 2024

Wirtschaft

Preiswelle in der Kfz-Versicherung: Mehrheit der deutschen Autobesitzer trifft Erhöhung

Preiswelle in der Kfz-Versicherung: Mehrheit der deutschen Autobesitzer trifft Erhöhung

In den Brieftaschen deutscher Kraftfahrzeughalter macht sich eine spürbare Welle bemerkbar: Laut einer aktuellen Untersuchung des Vergleichsportals Verivox haben 58 Prozent der Befragten eine Erhöhung ihrer Kfz-Versicherungsbeiträge zum Jahresanfang zu verzeichnen. Diese Information wurde vom Heidelberger Unternehmen dieser Tage veröffentlicht und wirft ein Schlaglicht auf die Kostenentwicklung im Sektor. Trotz schadenfreier Fahrweise und der Erwartung in eine günstigere Schadenfreiheitsklasse (SKF) aufzusteigen, bleibt für ein Viertel der Versicherten die Prämie unverändert. Wolfgang Schütz, der Geschäftsführer von Verivox Versicherungsvergleich, unterstreicht die Schwierigkeit, Preissteigerungen sofort zu erkennen. Nicht selten würden Versicherer die Rabatte aus einer höheren Schadenfreiheit nur teilweise oder gar nicht geltend machen, was einer indirekten Preiserhöhung gleichkomme. Diese Befunde basieren auf einer repräsentativen Umfrage durch das Marktforschungsinstitut Innofact, bei der Ende Januar 1031 Autobesitzer im Alter zwischen 18 und 79 Jahren befragt wurden. Die Rechnungsstellung der Versicherer erfolgt üblicherweise zum Jahresbeginn, was die Kenntnisnahme der Tarifänderungen für die Kunden zeitlich zusammenfallend macht. Der Preistrend bei den Versicherungen findet seinen Ursprung unter anderem in der hohen Inflation und den ansteigenden Preisen für Autoersatzteile, ein langjähriges Sorgenkind der Branche. Ein Dilemma, das auch der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) im Sommer bereits ansprach: Die Einnahmen in der Kfz-Versicherungssparte reichen demzufolge nicht mehr aus, um die gestiegenen Reparaturkosten zu decken.