25. Februar, 2024

Wirtschaft

Post-Service im Fokus: Bürgerbeschwerden bleiben auf hohem Niveau

Post-Service im Fokus: Bürgerbeschwerden bleiben auf hohem Niveau

Die deutsche Bürgerschaft zeigt sich auch im vergangenen Jahr weiterhin kritisch, was den Service der Post- und Paketdienstleister betrifft. Einer aktuellen Mitteilung der Bundesnetzagentur zufolge registrierte die Behörde 41.589 Beschwerden für das Jahr 2022, was im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Rückgang bedeutet. Jedoch bleibt das Beschwerdeniveau im Vergleich zu den etwa 15.000 Eingaben aus dem Jahr 2021 weiterhin deutlich erhöht.

Eine große Mehrheit der Äußerungen bezieht sich auf die Deutsche Post, den Marktführer der Branche. Mit 90 Prozent der Beschwerden wird deutlich, wo die Verbraucher den größten Handlungsbedarf sehen. Die Bundesnetzagentur, welche bereits Mitte Dezember eine erste Einschätzung zur Situation abgegeben hatte, veröffentlicht nun die endgültigen Zahlen für das Jahr.

Trotz der Millionen von Briefen und Paketen, die jährlich in Deutschland versandt werden, und einem im Vergleich dazu geringen Beschwerdeanteil, liegt die Vermutung nahe, dass einige Bürger Unzufriedenheiten nicht formal geäußert haben. Die Post hatte für ihre Serviceeinbußen in der Vergangenheit hohe Krankenstände verantwortlich gemacht. Gewerkschaftsvertreter kritisieren hingegen eine zu knappe Personaldecke in einigen Niederlassungen, die offenbar darauf ausgerichtet ist, Kosten zu minimieren.