13. April, 2024

Märkte

Positive Stimmung an der Wiener Börse: ATX im Aufwind

Positive Stimmung an der Wiener Börse: ATX im Aufwind

An der Wiener Börse herrschte zum Wochenausklang eine positive Atmosphäre. Mit einem konsequenten Plus schloss der ATX um 0,45 Prozent erhöht bei 3499,40 Punkten, während der breiter aufgestellte ATX Prime einen Zuwachs von 0,58 Prozent auf 1757,49 Punkte verzeichnete. Beachtung fanden insbesondere neueste Konjunkturzahlen aus dem europäischen Raum.

Die österreichische Wirtschaftsleistung zeigt indes ein gedämpftes Bild. Die beiden Institute Wifo und IHS senkten ihre Prognosen für das Wirtschaftswachstum 2024 erheblich. Statt der anfänglich erwarteten Zuwachsraten von bis zu 0,9 Prozent erwartet man nun maximal 0,5 Prozent. Ursache sind vor allem die rückläufigen Entwicklungen im Baugewerbe und in der produzierenden Industrie.

Ein Schimmer Hoffnung kam hingegen aus Deutschland, wo die jüngsten Ifo-Geschäftsklimaindex-Daten die Erwartungen übertroffen haben mit einem Anstieg auf den höchsten Stand seit Mitte 2023. Die verbesserten Werte in Bezug auf die aktuelle Lage und die künftigen Erwartungen lassen auf ein Ende der konjunkturellen Schwächephase hoffen.

Spezifische Unternehmensnachrichten bestimmten die Diskussionen am Markt. Rosenbauer, der international renommierte Hersteller von Feuerwehrtechnik, teilte die Finalisierung einer Refinanzierungsvereinbarung mit. Die Aktien des Unternehmens verzeichneten daraufhin ein Plus von 1,5 Prozent.

Austriacard Holdings präsentierte indessen eine eindrucksvolle Bilanz mit beachtlichen Gewinn- und Umsatzsteigerungen für das Geschäftsjahr 2023. Die Ankündigung einer Dividendenausschüttung beflügelte die Aktien zudem um 2,5 Prozent.

Während Lenzing auf Analystenbewertungen reagierte und seine Papiere um 3,8 Prozent steigerte, obwohl das Kursziel gesenkt wurde, sorgte Strabag für Furore. Trotz eines scheinbaren Rückgangs um fast 15 Prozent, resultierte unter Berücksichtigung der Dividendenausschüttung ein Plus von etwas mehr als 7 Prozent.

Die Raiffeisen Bank International hingegen behauptete sich mit einem leichten Anstieg von 0,2 Prozent, trotz der Unsicherheit bezüglich eines Geschäfts in Verbindung mit dem russischen Oligarchen Oleg Deripaska.