21. Juni, 2024

Märkte

Positive Grundstimmung am deutschen Aktienmarkt trotz neuer US-Inflationsdaten

Positive Grundstimmung am deutschen Aktienmarkt trotz neuer US-Inflationsdaten

Die jüngsten Inflationsdaten aus den USA haben am Freitag keine wesentlichen Auswirkungen auf den deutschen Aktienmarkt gezeigt. Nach der Bekanntgabe der inflationsbezogenen Daten drehte der Dax am frühen Nachmittag leicht ins Plus, die Bewegung blieb jedoch insgesamt moderat. Der Leitindex Dax stieg zuletzt um 0,2 Prozent auf 18.534 Punkte. Diese Entwicklung spiegelt die Erwartungen wider, da die von der US-Notenbank Fed bevorzugte Inflationskennziffer im April um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat anstieg. In Anbetracht der Markterwartungen wurden Zweifel an den lange erwarteten Zinssenkungen sowohl in der Eurozone als auch in den USA laut. Die Europäische Zentralbank steht kommenden Donnerstag vor einer entscheidenden Sitzung, bei der Experten die erste Leitzinssenkung nach einer Periode straffer Geldpolitik erwarten. Entgegen der alten Börsenregel 'Sell in May and go away' erwies sich der Mai als erfolgreicher Monat für den Dax mit einem Plus von gut 3 Prozent. Trotz eines vorübergehenden Rückschlags vom Rekordhoch bei 18.892 Punkten konnte der Dax über fünf Prozent zulegen, bevor die Zinssorgen der Anleger wieder in den Vordergrund traten. Der MDax, ein Index für mittelgroße Unternehmen, verzeichnete am Freitag einen Rückgang von 0,2 Prozent auf 26.749 Punkte, während der EuroStoxx 50, der Leitindex für die Eurozone, um 0,3 Prozent zulegte. Im Dax gehörten die Aktien der Deutschen Bank zu den Verlierern und fielen um 1,2 Prozent. Die Deutsche Bank erwartet im laufenden Quartal ein schwächeres Ergebnis im Handel mit Anleihen und Währungen. Auch die Papiere der Commerzbank verzeichneten ein Minus von 1,3 Prozent. Siemens Energy verlor fast 2 Prozent, obwohl sie im frühen Handel noch zulegen konnte. Der Kurs des Elektrotechnikkonzerns hat sich seit Jahresbeginn mehr als verdoppelt, was zu gelegentlichen Gewinnmitnahmen der Anleger führt. Bei den Nebenwerten verlor Carl Zeiss Meditec 3,2 Prozent, nachdem JPMorgan die Papiere in einer Branchenstudie kurzfristig skeptisch auf die "Negative Catalyst Watch" gesetzt hatte. Die Aktien von Synlab legten hingegen um gut 4 Prozent zu, dank eines Kaufangebots des Investors und Mehrheitsaktionärs Cinven, der den restlichen Anteilseignern die Übernahme des Labordienstleisters anbot. Am Devisenmarkt stieg der Eurokurs auf 1,0874 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Vortag auf 1,0815 Dollar festgelegt. Im Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite leicht von 2,72 Prozent auf 2,75 Prozent, während der Rentenindex Rex um 0,25 Prozent auf 123,12 Punkte fiel. Der Bund-Future setzte seine Talfahrt fort und verlor 0,19 Prozent auf 129,02 Punkte.