19. April, 2024

Wirtschaft

Porsche SE baut Schulden ab und blickt optimistisch in die Zukunft

Porsche SE baut Schulden ab und blickt optimistisch in die Zukunft

Die Porsche SE hat einen signifikanten Schritt in ihrem Schuldenmanagement vollzogen, indem das Unternehmen seine Nettoverschuldung um eine Milliarde Euro reduzierte. Das Dachunternehmen der Volkswagen-Gruppe berichtete, dass es zum Jahresende die Schuldenlast von vormals 6,7 Milliarden auf 5,7 Milliarden Euro senkte. Mit dem Fokus auf eine nachhaltige Finanzstruktur ist die zielgerichtete Tilgung in mittleren dreistelligen Millionenbeträgen pro Jahr fester Bestandteil der Langfristplanung. In der Vergangenheit konnte sich die Porsche SE noch über eine positive Nettoliquidität von 641 Millionen Euro freuen.

Die Stuttgarter Holding, die maßgeblich von den Familien Porsche und Piëch kontrolliert wird, nutzte den Börsengang der Porsche AG geschickt, um sich 25 Prozent plus eine Stammaktie zu sichern, womit die Familien eine entscheidende Stimmrechtsmehrheit im Unternehmen behalten. Die Aufnahme von 7,1 der insgesamt 10,1 Milliarden Euro Kaufpreis in Fremdfinanzierung wurde durch eine sonderdividendengetriebene Teilzahlung des VW-Konzerns ausgeglichen.

Trotz eines um 400 Millionen Euro geringeren Konzernergebnisses nach Steuern im Vergleich zum vorherigen Jahr, das bei 5,1 Milliarden Euro lag, hätte die Bilanz der Porsche SE ohne den Einmaleffekt aus dem Erwerb von VW-Vorzugsaktien sogar über dem Vorjahr gestanden. Die Geschäftszahlen spiegeln maßgeblich die Gewinne aus den Kerninvestitionen in Volkswagen und Porsche wider.

Mit einem prognostizierten Zielkorridor für das Jahresergebnis von 3,8 bis 5,8 Milliarden Euro bleibt der Blick nach vorne gerichtet. Zugleich soll der Schuldenstand bis zum Jahresende auf 5,0 bis 5,5 Milliarden Euro abgebaut werden. Weiterhin im Fokus steht die Strategie, in zukunftsweisende Wachstumsfirmen zu investieren, wofür jährliche Investitionen in Höhe eines niedrigen dreistelligen Millionenbereichs veranschlagt sind. Hans Dieter Pötsch, der Vorstandsvorsitzende der Porsche SE, betont die Aufgeschlossenheit gegenüber attraktiven Investmentchancen und deutet an, dass für solche Gelegenheiten auch eine flexible Handhabung des Tilgungsplans in Betracht gezogen wird.