Ein drohender Regierungsstillstand in den USA sorgt derzeit für Unruhe, da führende Republikaner im Repräsentantenhaus um ein tragfähiges Finanzierungsgesetz ringen, das sowohl den Kongress passieren als auch die Zustimmung von Donald Trump erhalten soll. Der ehemalige Präsident Trump hat bereits versucht, die Verantwortung für einen möglichen Shutdown auf US-Präsident Joe Biden und die Demokraten zu schieben, was die politischen Fronten weiter verhärtet. Trumps präsente Rolle in den Verhandlungen erschwert die Gespräche über eine letztminütige Einigung erheblich. Die Republikaner, unterstützt von prominenten Verbündeten wie Elon Musk, haben Anfang der Woche eine parteiübergreifende Übereinkunft zwischen republikanischen und demokratischen Führungskräften vereitelt. Die dadurch entstandene Unsicherheit erhöht das Risiko eines Stillstands vor Weihnachten und bringt den republikanischen Sprecher des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, in die Bredouille. Der ursprüngliche Gesetzesentwurf sah vor, die Regierung bis zum 14. März geöffnet zu halten und Milliardenbeträge für Landwirte und Katastrophengebiete bereitzustellen. Neben technischen Investitionsbeschränkungen in China beinhaltete der über 1.500 Seiten starke Entwurf auch Gehaltserhöhungen und Mittel zur Krebsforschung bei Kindern. Musk kritisierte den Entwurf auf seiner Plattform X als übertrieben ausgabenlastig, woraufhin Johnson beschloss, den Entwurf nicht zur Abstimmung zu stellen. Trump und der designierte Vizepräsident JD Vance setzten zudem durch, dass über eine Verlängerung der Schuldenobergrenze verhandelt wird. Infolge dieser Forderung wurde der Gesetzentwurf drastisch auf knapp über 100 Seiten reduziert und eine Anhebung der Schuldenobergrenze um zwei Jahre integriert. Diese Version erhielt Trumps Unterstützung, der politischen Konsequenzen für abtrünnige Republikaner androhte. Dennoch scheiterte auch dieser Entwurf am Donnerstagabend bei einer deutlichen Abstimmung im Repräsentantenhaus. Die Demokraten beschuldigten unterdessen Musk, durch sein Einmischen Chaos im Kongress verursacht zu haben. Trump erneuerte am Freitag seine Forderung, die Schuldenobergrenze aufzuheben oder bis 2029 zu verlängern. Gelingt es am Freitag, einen neuen Gesetzentwurf durchs Repräsentantenhaus zu bringen, benötigt dieser noch die Zustimmung des demokratisch kontrollierten Senats sowie die Unterschrift Bidens.
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Politisches Spannungsfeld in den USA: Regierungsstillstand droht